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Beurteilung im Zwischenzeugnis: Glückwünsche sind fehl am Platz



Ein Arbeitnehmer kann sein Zwischenzeugnis berichtigen lassen, wenn die Grußformel nicht eindeutig ist. Das ist dann der Fall, wenn die Formel „Glück für die Zukunft“ gebraucht wird. Denn dieser Ausdruck lasse sich so deuten, dass der Arbeitnehmer in Zukunft Glück nötig habe. Außerdem darf in einem Zwischenzeugnis die Beurteilung nicht in der Vergangenheitsform geschrieben sein. Das hat das Arbeitsgericht Köln entschieden (Aktenzeichen: 15 Ca 8058/10). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin. In dem Fall war eine Mitarbeiterin mit dem von ihr erbetenen Zwischenzeugnis nicht einverstanden. Das Zeugnis endete mit den Worten „Glück für die Zukunft“ und dass man für den „weiteren Berufsweg“ viel Erfolg wünsche. Vor Gericht war sie mit ihrem Berichtigungswunsch erfolgreich. dpa

Flexibel beschäftigt:

Nur jeder Dritte hat samstags frei

Für zwei Drittel der Beschäftigten ist Wochenendarbeit inzwischen zur Regel geworden, nur ein Drittel der Beschäftigten muss nie am Wochenende arbeiten. Das ergibt sich aus einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). 35 Prozent arbeiten demnach regelmäßig, 33 Prozent ab und zu an Samstagen und Sonntagen. Dies sei eine Zunahme um rund zwei Drittel innerhalb von zwei Jahrzehnten. Üblich ist Wochenendarbeit der Umfrage zufolge vor allem im Gastgewerbe, wo vier von fünf Beschäftigten betroffen sind. Im Handel, in Sozial- und Erziehungsberufen sind es etwa die Hälfte. Laut dem DGB-Papier gibt es einen Zusammenhang zwischen Wochenendarbeit und Überlastung. 62 Prozent der Wochenendarbeiter fühlen sich oft unter Zeitdruck, bei den Nur-Werktags-Arbeitnehmern haben dieses Problem etwa die Hälfte. AFP

Psychisch angeschlagen:

Immer mehr Mitarbeiter fehlen im Job
Seelische Leiden sind zur neuen Volkskrankheit geworden – auf ihr Konto geht annähernd eine Verdoppelung der Arbeitsunfähigkeitstage seit dem Jahr 2000. Das stellt der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Rainer Richter, fest. Aktuell seien 12,5 Prozent aller betrieblichen Fehltage auf seelische Erkrankungen zurückzuführen. „Der Trend ist ungebrochen.“ Richter sieht die Ursache dafür vor allem in wachsendem Druck am Arbeitsplatz. Er verwahrte sich gegen den Vorwurf der Krankenkassen, dass immer mehr Arbeitnehmer wegen seelischer Leiden krankgeschrieben würden, weil auch die Zahl der Psychotherapeuten steige. Psychotherapeuten dürften ihre Patienten gar nicht krankschreiben, sondern nur Ärzte. dpa

WG für Freiberufler:

Coworking wird immer beliebter

Immer mehr Selbstständige und Firmengründer entscheiden sich für „Coworking“. Nach einer Studie des Branchenportals „Deskmag.com“ werden zum Jahresende 82 000 Menschen weltweit in Coworking-Räumen arbeiten. Das wären doppelt so viele wie noch im Vorjahr. Im Rahmen der Studie wurden 1500 Coworker in 52 Ländern nach ihrem Berufsstatus befragt. Jeder zweite gab an, selbstständig zu sein. 27 Prozent aller Befragten waren fest angestellt, 13 Prozent Mitarbeiter eines Start-up-Unternehmens. In Coworking-Häusern kann man Räume, Arbeitsplätze, Mobiliar und Arbeitstechnik wie Drucker, Internet und Telefon mieten. Gemeinschaftsräume können für Pausen und Netzwerkveranstaltungen genutzt werden. ugo

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