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VW-Porsche-Fusion steuerfrei

Stuttgart/Wolfsburg - Ein Schlupfloch in den Steuergesetzen wird die monatelange Hängepartie beim geplanten Zusammenschluss der Autobauer Volkswagen und Porsche offensichtlich beenden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa und der „Wirtschaftswoche“ haben der Wolfsburger Konzern und die Porsche-Muttergesellschaft Porsche SE einen Weg gefunden, mit dem das Sportwagengeschäft der Schwaben komplett unter das VW-Dach kommt – ohne einen einzigen Cent Steuerlast. Der Verkauf wird mit dem parallelen Verschieben einer VW-Stammaktie zu einem Umbau der bereits eng verwobenen Unternehmen. Da es somit formaljuristisch eine Umstrukturierung und kein Verkauf ist, fallen auch keine Steuern an. Die Fusion beider Unternehmen war durch milliardenschwere Prozessrisiken behindert worden, die auf Porsche lasten. Hintergrund ist der gescheiterte Versuch der Schwaben, VW zu übernehmen. Wegen der damit verbundenen juristischen Risiken wollte Volkswagen die Porsche SE nicht eingemeinden. dpa

BP: 15 Milliarden für Ölkatastrophe

London - Der britische Ölkonzern BP will einem Zeitungsbericht zufolge mit einer Pauschalsumme von 15 Milliarden US-Dollar (12 Milliarden Euro) alle staatlichen Forderungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko abgelten. Das berichtete die „Financial Times“ am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit befasste Quellen. Das US-Justizministerium, bei dem die Interessen von Bundesregierung, Bundesstaaten und Kommunen gebündelt werden, fordere aber eine Summe von mindestens 25 Milliarden Dollar, schreibt die Zeitung. BP hatte sich mit privaten Klägern bereits auf eine Entschädigung in Höhe von rund 7,8 Milliarden Dollar wegen der Schäden durch die Ölplattform Deepwater Horizon geeinigt. Dieser Vergleich muss noch von einem Gericht bestätigt werden. dpa

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