NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Aigner geht gegen Gentechnik vor

Berlin - Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) will die von der EU-Kommission geplante Lockerung der Regeln für Gentechnik in Lebensmitteln verhindern. Bisher gelte innerhalb der Europäischen Union die sogenannte Nulltoleranz, sagte Aigners Sprecher am Montag. In Lebensmitteln dürfe nicht einmal eine Spur bisher nicht zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten sein. Die EU-Kommission wolle diese Nulltoleranz nun aufheben und einen gewissen Grad an Verunreinigung erlauben, sagte Eichele. Die Ministerin werde aber keinen sogenannten Analyseschwellenwert von 0,1 Prozent hinnehmen. Im Juli soll der konkrete Vorschlag der EU-Kommission vorliegen. dapd

Hygiene-Ampel sorgt für Streit

Berlin - Die Ministerpräsidenten müssen sich in den Streit um eine bundesweite Hygiene-Plakette einschalten und eine verbindliche Regelung auf den Weg bringen. Das forderte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) am Montag und kritisiert die Blockadehaltung der Wirtschaftsminister der Länder. Diese weigern sich, an einem Vorschlag für eine verbindliche Hygiene-Plakette mitzuarbeiten. „Eine freiwillige Lösung ist Unsinn, weil Verbraucher die schwarzen Schafe dann nicht erkennen können“, kritisierte VZBV-Vorstand Gerd Billen. Der Verband reagierte damit auf einen Bericht des Tagesspiegels, nach dem sich eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Verbraucher- und Wirtschaftsministerien der Länder auf eine freiwillige Lösung verständigt haben und es den Wirten überlassen wollen, ob sie die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolle in ihrem Lokal veröffentlichen wollen. hej

Audi holt gegenüber BMW auf

München - Für die Premiumhersteller BMW und Audi läuft es dank der weiter steigenden Nachfrage in China und Amerika besser denn je. Beide Hersteller meldeten einen Rekordabsatz im Mai. Audi legte das höchste Tempo vor, konnte seinen Rückstand auf den Marktführer BMW verkürzen und erhöhte seine Absatzprognose für das Gesamtjahr auf 1,4 Millionen Autos. Im Mai verkaufte die VW-Tochter 128 900 Autos und damit 13,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. BMW erzielte mit einem Zuwachs von immerhin 6,4 Prozent auf rund 157 000 Autos einen Absatzrekord. dpa

RWE lässt Chinesen sitzen

Dortmund - Die Kooperation zwischen dem Energieversorger RWE und dem chinesischen Elektroauto-Hersteller BYD zur Einführung von E-Mobilen in Europa ist gescheitert. Wenige Monate nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung ist RWE aus dem Vorhaben ausgestiegen. Die Fahrzeuge hätten keine europäische Zulassung bekommen, sagte ein Sprecherin von RWE Effizienz am Montag und bestätigte Angaben der „Automobilwoche“. RWE habe die Zusammenarbeit demnach bereits Anfang 2011 nicht weiter verfolgt. Daimler hält nach Angaben der „Automobilwoche“ an der Kooperation mit BYD fest. Die Chinesen produzieren Batterien und E-Autos. dpa

EU soll Emissionsrechte kürzen

Berlin/Hamburg - Zur Umsetzung ihrer Klimaschutzziele sollte die EU einer Studie zufolge die Verschmutzungsrechte drastisch einschränken. Die Umweltschutz-Organisationen WWF und Greenpeace legten am Montag eine Studie des Freiburger Öko-Instituts vor, wonach die Unternehmen in der EU im kommenden Jahr rund zwei Milliarden überschüssige Emissionszertifikate besitzen werden. Gründe seien die Wirtschaftskrise und Schlupflöcher für die Industrie. Der Preis für eine Tonne Kohlendioxid (C02) habe einen „historischen Tiefstand“ erreicht und biete den Firmen keine Anreize für klimafreundliche Investitionen. AFP

Neckermann wird bestreikt

Frankfurt am Main - Beim Versandhändler Neckermann sind am Montag mehrere hundert Beschäftigte in einen ganztägigen Warnstreik getreten. „Wir gehen davon aus, dass heute kein Paket das Zentrallager verlässt“, sagte Verdi-Sekretär Bernhard Schiederig auf einer Demonstration in der Nähe des Firmensitzes im Frankfurter Osten. Hier sollen zum Jahresende mehr als die Hälfte der 2500 Vollzeitjobs gestrichen werden, weil sich Neckermann von Textilhandel und Zentrallager trennen will. dpa

Allianz scheut Offshore-Windparks

München - Die Allianz-Versicherung investiert bislang kein Geld in Windparks im Meer. Die Risiken dieser Projekte seien noch sehr wenig bekannt, erklärte Allianz-Klimastratege Armin Sandhövel am Montag in München. In Windkraftanlagen an Land und in Solarenergie hat Europas größter Versicherer dagegen schon 1,3 Milliarden Euro angelegt und erzielt damit sieben Prozent Rendite, wie Investmentexperte David Jones sagte. Auch andere institutionelle Investoren zeigten keinen Appetit, während sie sich sich bei Onshore- und Solaranlagen zunehmend Konkurrenz machten auf der Suche nach Geldanlagen abseits der Finanzmärkte. Als Versicherer ist die Allianz bereits bei mehreren Offshore-Windparks aktiv. dpa

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