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DGB fordert höhere Rentenbeiträge

Berlin - Der DGB will geringe Renten durch steigende Beiträge zur Rentenversicherung verhindern. Beschäftigte mit einem Bruttoeinkommen von 2600 Euro müssten dann bis 2025 Jahr für Jahr 2,60 Euro monatlich mehr bezahlen, ebenso die Arbeitgeber. Die sich für 2013 abzeichnende Beitragssatzsenkung von 19,6 auf 19,2 Prozent lehnt der DGB strikt ab. Stattdessen sollte der Satz Schritt für Schritt erhöht werden. „Das Rentenkonzept ist ein Mindestprogramm, um den Absturz der Rente für die jungen Generationen aufzuhalten“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Dienstag. Und die Rente mit 67 könnte abgeschafft werden. dpa

Aigner gegen FDP bei Genpflanzen Berlin - Beim Streit um den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) der FDP Blockade vorgeworfen. „Der Gesetzentwurf liegt vor, aber es geht nichts voran“, sagte sie am Dienstag. Union und FDP hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Bundesländer den Mindestabstand zwischen Feldern mit Genpflanzen und konventionellen Pflanzen festlegen dürfen. Länder mit kleinen Anbauflächen könnten so den Anbau von Genpflanzen unterbinden. Die FDP verhindere, dass dies umgesetzt werde, klagte Aigner. Sie werde noch einen Versuch machen. Sollte die FDP ihren Widerstand nicht aufgeben, gehe das Thema in den Koalitionsausschuss. jmi

Siemens hat genug Fachkräfte

München - Der Technologiekonzern leidet nicht unter Fachkräftemangel. Das Unternehmen habe 2500 offene Stellen in Deutschland, aber „wir haben 130 000 Bewerbungen im Jahr“, sagte Personalvorstand Brigitte Ederer in München. Auf 2300 Ausbildungsstellen kämen rund 40 000 Bewerbungen von Schulabgängern. Spezialisten fehlten zwar auf einigen Feldern wie etwa der Gebäudetechnik oder der Anbindung von Windparks auf See. Aber „eine extreme Knappheit, wie sie manchmal diskutiert wird, kann ich nicht bestätigen“, sagte Ederer. dpa

Pharmahändler wollen verschmelzen

Bangalore - Die beiden führenden Pharmagroßhändler in den USA und Europa tun sich zusammen: Der US-Konzern Walgreen will einen Anteil von 45 Prozent an dem britischen Unternehmen Alliance Boots kaufen. Walgreen lässt sich die Beteiligung etwa 5,3 Milliarden Euro kosten, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Vier Milliarden Dollar würden in bar gezahlt, der Rest in Aktien. Zugleich bestehe die Möglichkeit, Alliance Boots in den kommenden drei Jahren komplett zu übernehmen. Die Briten werden vom Finanzinvestor KKR kontrolliert. rtr

Eurofighter will Südkorea beliefern

Seoul - Das Eurofighter-Konsortium bewirbt sich um einen Auftrag aus Südkorea für 60 neue Kampfflieger. Neben den Europäern hätten auch die beiden US- Unternehmen Lockheed Martin und Boeing offizielle Angebote abgegeben, hieß es auf der Website der koreanischen Behörde für Rüstungsbeschaffung. Der Auftragswert liegt bei rund 5,5 Milliarden Euro. Das europäische Konsortium, an dem der Flugzeugkonzern EADS beteiligt ist, will den Eurofighter Typhoon verkaufen, während Boeing mit der F-15 Silent Eagle und Lockheed Martin mit der F-35 Lightning II ins Rennen geht. dpa

Keiner will Schlecker-Filialen

Stuttgart - Nach der Pleite der deutschen Drogeriemarkt-Kette Schlecker droht auch der Tochter in Österreich die Zahlungsunfähigkeit. Der Insolvenzverwalter habe bislang keinen Investor für die gut 900 Filialen in der Alpenrepublik gefunden, berichtete das „Manager Magazin“. Die Auslandstochter habe als alleinstehendes Unternehmen keine Chance, da sie von der deutschen Mutter abhänge. Auch der Verkauf der 1000 Schlecker-Filialen in Spanien verlaufe schleppend. Der vom Insolvenzverwalter angepeilte Verkaufspreis von 100 Millionen Euro dürfte zu erzielen sein. rtr

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