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US-Notenbank stützt Wirtschaft



Washington – Mit einer Ausweitung ihrer „Operation Twist“ will die Fed langfristige Zinsen absenken und so der lahmenden US-Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Geplant ist eine Erhöhung um 267 Milliarden Dollar (rund 210 Milliarden Euro), wie die US-Notenbank am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig bekräftigte die Fed ihr Vorhaben, kurzfristige Zinsen bis mindestens Ende 2014 auf einem Rekordtief zu belassen. „Operation Twist“ ist eine Umschichtung: Die Fed verkauft kurzfristige Schatzbriefe und kauft langfristige Staatsanleihen. Seit September vergangenen Jahres hat sie so 400 Milliarden Dollar umgeschichtet, bis Dezember sollen weitere 267 Milliarden folgen. Damit sollen Impulse für Wachstum, Kreditaufnahmen und Konsum gegeben werden.dapd

DGB-Aktion vor Griechenlandspiel

Berlin - Mit einem Set aus acht verschiedenen Argumentationskarten will der DGB gängige Griechenland-Stereotype bekämpfen. Die Karten werden zum EMViertelfinale Deutschland – Griechenland am Freitag in tausenden Kneipen in Berlin und Brandenburg ausliegen. „Wir wollen Fakten und Zahlen bieten, um mit bekannten Klischees, wie ,die Griechen arbeiten kaum’ aufzuräumen“, teilte der Gewerkschaftsbund mit. So seien die Hellenen in Wahrheit sehr fleißig. Vor der Krise habe die dortige Jahresarbeitszeit bei über 2100 Stunden gelegen. Der Durchschnittswert aller Industrieländer von 1764 Arbeitsstunden sei bei Weitem übertroffen worden. Das Kartenset gibt es auch auf www.eu.dgb.de. ugo

BGH bremst Modernisierung

Karlsruhe - Ein Mieter, der selbst eine Etagenheizung eingebaut hat, muss den Anschluss seiner Wohnung an eine neue Zentralheizung nicht immer hinnehmen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe entschieden. Der BGH gab der Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin statt, das einen Mieter zur Duldung des Anschlusses seiner Wohnung an eine Gaszentralheizung verpflichtet hatte. Das Landgericht muss nun prüfen, ob der Vermieter den Ersatz der älteren durch die neue Zentralheizung als Maßnahme zur Energieeinsparung durchsetzen kann. dapd

Zum Dritten: Ryanair will Aer Lingus

Dublin - Die Billigfluglinie Ryanair hat einen neuen Anlauf unternommen. Ryanair werde 694 Millionen Euro für Aer Lingus bieten, teilte das Unternehmen mit. Zusammen könnten beide Airlines eine „starke irische Fluggesellschaft“ bilden, die den großen europäischen Unternehmen wie Air France, British Airways und Lufthansa Konkurrenz machen könne, argumentierte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Er rechnet zudem damit, dass der verschuldete irische Staat seinen Anteil an Aer Lingus zu Geld machen will. Ryanair hatte bereits 2006 und 2008 ein Angebot gemacht. Aer Lingus, zu 25 Prozent in Staatsbesitz, wies am Mittwochabend die dritte Offerte zurück. AFP

Hoffnung für Ihr Platz

Stuttgart - Die knapp 4000 Beschäftigten der Schlecker-Tochter Ihr Platz können wieder hoffen: Insolvenzverwalter Werner Schneider sagte, er habe „Gott sei Dank einen alternativen Investor“. Die Verhandlungen seien „sehr vielversprechend“ und sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Der Verkauf von Ihr Platz war vor knapp zwei Wochen gescheitert, weil der bereits als sicherer Käufer gehandelte Investor Dubag sich nicht mit dem Hauptgläubiger, dem Kreditversicherer Euler Hermes, hatte einigen können. Bei dem neuen Interessenten handle es sich um einen „strategischen Investor, der bereits im Einzelhandel aktiv ist“. AFP

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