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Exporteure fürchten Nachteile

Berlin - Die deutschen Exporteure befürchten Nachteile durch den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der EU-Schuldenkrise. „Die Stimmung gegenüber Deutschland kippt und ist deutlich kälter geworden“, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, der „Wirtschaftswoche“. Exporteure müssten sich für die von der Bundesregierung verfochtene Spar- und Reformpolitik rechtfertigen und spürten Zurückhaltung. „Man geht nicht gern in ein Geschäft, wenn man den Verkäufer unsympathisch findet“, fügte Börner hinzu. In den Südländern der Europäischen Union sei der Absatz bereits eingebrochen, allerdings vor allem wegen der Krise. rtr

Apple siegt erneut über Samsung

Seoul - Samsung hat im Patentstreit mit Apple erneut einen Rückschlag einstecken müssen: Nach Anordnung eines Bezirksgerichts im US-Staat Kalifornien muss der südkoreanische Konzern den Verkauf des Mobiltelefons Galaxy Nexus in den USA vorläufig einstellen. Es sei „wahrscheinlich“, dass Samsung vier Patente von Apple verletzt habe, darunter den Schutz der Technologie für die Sprachsteuerung Siri im iPhone 4S, schrieb Richterin Lucy Koh in der Begründung. Koh verpflichtete Apple allerdings auch zu Rückstellungen in Höhe von 96 Millionen Dollar (76 Millionen Euro) für den Fall, dass Apple das für 2014 geplante Hauptverfahren verlieren sollte und Samsung für dessen Gewinneinbußen entschädigen müsste. dapd

Bochum hofft auf Chevrolet

Essen/Bochum - Der neue nordrhein- westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat für das von der Schließung bedrohte Opel-Werk in Bochum die Produktion von Chevrolet-Modellen und Elektroautos ins Gespräch gebracht. „Ich habe die Hoffnung, dass Opel eine Modellpolitik entwickelt, die den Standort Bochum langfristig miteinbezieht“, sagte Duin der „WAZ“-Mediengruppe. „Chevrolet-Modelle in Bochum zu fertigen, wäre eine Option, die das Management des Konzerns ernsthaft verfolgen sollte. Beste Voraussetzungen hätte das Werk auch für die Produktion von Elektrofahrzeugen“, sagte Duin. Überlegungen des Opel-Mutterkonzerns GM zur Schließung des Standorts Bochum mit Auslaufen der Produktion des Zafira Ende 2016 kritisierte der Minister als „betriebswirtschaftlichen Unsinn“. dpa

Pimco zieht sich zurück

Düsseldorf - Der weltgrößte Anleiheinvestor Pimco hat seinen Bestand an Bundesanleihen reduziert. „Wir erwarten, dass Deutschland seine Rolle als sicherer Hafen verlieren wird“, sagte der Deutschlandchef der Allianz-Tochter, Andrew Bosomworth, der „Wirtschaftswoche“. Auf das Land kämen unabsehbare Lasten zu: „Überlebt die Euro-Zone, was wir hoffen und erwarten, zahlt Deutschland über Rettungsschirme und Euro- Bonds. Zerfällt sie, muss es Geld für die Bewältigung der folgenden Rezession und die Rettung von Banken ausgeben.“ Deshalb habe sich Pimco nicht an Neuemissionen in Europa beteiligt und alte Bestände reduziert. Stattdessen konzentriere sich die Allianz-Tochter auf Bonds aus den USA, Großbritannien oder Skandinavien, sagte Bosomworth. dapd

Airbus investiert in USA

Atlanta - Der europäische Flugzeugbauer Airbus will Kreisen zufolge 600 Millionen Dollar (477 Millionen Euro) in ein neues Werk im US-Staat Alabama investieren. An dem Standort in der Stadt Mobile sollten spätestens im Jahr 2017 monatlich vier Exemplare des Erfolgsmodells A320 montiert werden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Airbus baut seine Maschinen bislang vor allem in Frankreich und Deutschland und betreibt zudem ein Werk in China. In den USA liefert sich das Unternehmen einen erbitterten Streit mit Boeing, in dem es um staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe geht. rtr

Zuwanderer sind ein Gewinn

Berlin - Zuwanderer sind nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) oft besser ausgebildet als Einheimische. Mehr als ein Viertel der in den vergangenen zehn Jahren eingewanderten Menschen zwischen 25 und 65 Jahren verfüge über einen Hochschulabschluss, in der Gesamtbevölkerung seien es nur 18 Prozent, berichtet die „Wirtschaftswoche“ aus der Studie. Auch seien Zuwanderer im Durchschnitt zehn Jahre jünger als die Einheimischen. 85 Prozent der Menschen, die zwischen 1999 und 2009 nach Deutschland zogen, seien im erwerbsfähigen Alter. In der heimischen Bevölkerung gelte dies nur für 66 Prozent. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leiste die Zuwanderung einen „wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, resümiert die Studie. AFP

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