NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Bund ärgert sich über Commerzbank

Hamburg/Frankfurt am Main - Die Entscheidung der teilverstaatlichten Commerzbank, sich vollständig aus der Schiffsfinanzierung zurückzuziehen, sorgt in der Bundesregierung für Unmut. „Das ist ein Signal zur Unzeit“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto (FDP), dem „Spiegel“. Die Reeder könnten sich ohnehin kaum noch finanzieren, weil sich auch andere Banken abwendeten. Der Vorstand der Commerzbank hatte vergangene Woche angekündigt, aus dem Geschäft mit der Schiffsfinanzierung und aus dem Bereich Gewerbeimmobilien auszusteigen. Ein Viertel der Bank gehört dem Staat. dpa

Bristol-Myers Squibb kauft Amylin

New York - In der Pharmabranche dreht sich das Übernahmekarussell weiter. Der US-Konzern Bristol-Myers Squibb (BMS) will das auf Diabetes-Medikamente spezialisierte Biotechnologieunternehmen Amylin übernehmen und greift dafür tief in die Taschen. BMS bietet insgesamt 5,3 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro). Inklusive der übernommenen Schulden und einer Zahlung an den Konkurrenten Eli Lilly, der vertragliche Verbindungen mit dem Diabetes-Experten hat, summiert sich der Kaufpreis für Amylin auf rund sieben Milliarden Dollar. Viele große Pharmahersteller verlieren den Patentschutz für wichtige Medikamente und übernehmen deshalb kleinere, aber innovativere Konkurrenten. dpa

BMW will Leiharbeiter übernehmen

München - Tausende Leiharbeiter in den deutschen BMW-Werken können mit einer Festanstellung bei dem Autobauer rechnen. Nach massiver Kritik der IG Metall will BMW den Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft deutlich herunterfahren. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ soll die Zahl von derzeit 12 000 auf 6 000 halbiert werden. Derzeit verhandelt BMW noch mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat über das neue Konzept. „Wir rechnen mit einer Einigung in den kommenden Wochen“, sagte ein BMW- Sprecher am Wochenende. Der Konzern werde sich erst nach dem Abschluss der Gespräche zu Einzelheiten äußern. dpa

Verdi ruft zu Neckermann-Streik auf

Frankfurt am Main - Die Gewerkschaft Verdi hat mehrere hundert Mitarbeiter des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann zum Streik aufgerufen. Bis zu 900 Beschäftigte in Frankfurt sind aufgerufen, ihre Arbeit mindestens für einen Tag ruhen zu lassen, wie Gewerkschaftssekretär Wolfgang Thurner am Sonntag sagte. Der Ausstand soll um 5.30 Uhr beginnen, am Vormittag sind eine Streikversammlung und eine Demonstration geplant. Verdi fordert einen Sozialtarifvertrag mit Abfindungen und Qualifizierungsregelungen für rund 1500 von Entlassung bedrohte Beschäftigte. dpa

Kabel Deutschland will investieren

Frankfurt am Main - Der TV-Netzbetreiber Kabel Deutschland will in den kommenden Jahren keine höheren Dividenden zahlen, sondern seine Investitionen ausweiten. Finanzvorstand Adrian Siemen sagte der „Börsen-Zeitung“, das Unternehmen habe abwägen müssen, „ob wir nicht heute die Ausschüttung zugunsten höherer Investitionen und damit höheren Wachstums niedriger halten, um morgen einen noch höheren Return für unsere Aktionäre zu erwirtschaften“. Es fehle nicht an Möglichkeiten mit attraktiven Renditechancen. Weitere Zukäufe seien derzeit aber kein Thema. rtr

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