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Kartellstrafe für Schienenbauer

Düsseldorf/Wien - Das Bundeskartellamt hat Thyssen-Krupp und drei weitere Unternehmen wegen Preisabsprachen auf dem Schienenmarkt zu einem Bußgeld von insgesamt 124,5 Millionen Euro verdonnert. Die mit Abstand größte Strafe von 103 Millionen Euro brummte die Behörde der Essener ThyssenKrupp-Tochter GfT Gleistechnik auf. Auch der österreichische Stahlkonzern Voestalpine kam nicht ungeschoren davon, obwohl er sich als Kronzeuge angedient hatte. Zwei Voest-Töchter müssen zusammen 8,5 Millionen Euro zahlen, die seit 2010 zum Bahntechnikkonzern Vossloh gehörende Firma Stahlberg Roensch 13 Millionen Euro. Die Deutsche Bahn fordert zusätzlich Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe. Das Kartellamt will prüfen, ob weitere Kunden geprellt wurden und ermitteln gegen weitere Firmen. Die Preisabsprachen seien von 2001 bis 2008 und teilweise sogar bis 2011 praktiziert worden. rtr

Berlin-Brandenburg wächst schwach

Potsdam - Mit ihrer Wirtschaftsleistung liegt die Region Berlin-Brandenburg unter dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2011 blieben Berlin und Brandenburg mit einem Wachstum von 2,3 beziehungsweise 2,4 Prozent unter dem Mittelwert des deutschlandweiten Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Besonders die Entwicklung der Dienstleistungen war schwach. Dort erreichte die Hauptstadt 2011 nur einen Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber 2010. Brandenburg blieb mit 1,1 Prozent noch deutlicher hinter dem Bundesdurchschnitt von 1,9 Prozent. Einen Spitzenplatz erlangte Berlin bei der mittelfristigen Entwicklung: Im Vergleich zu 2008 steigerte das Land 2011 sein BIP um 4,5 Prozent und übertraf damit alle anderen Bundesländer. dapd

Deutsche Bankenaufsicht wird aktiv

Frankfurt am Main - Im Skandal um die Manipulation von international bedeutenden Zinssätzen wird nun auch die Bankenaufsicht in Deutschland aktiv. Derzeit würden „mehrere Institute“ überprüft, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Donnerstag. Es werde untersucht, inwieweit die Institute über funktionierende Kontrollmechanismen für Manipulationsversuche verfügten. Ermittlungsbehörden in Großbritannien und den USA gehen dem Verdacht nach, dass Banker unerlaubt die Zinssätze, zu denen sich die Institute untereinander Geld leihen, abgesprochen und beeinflusst haben. AFP

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