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Washington zieht vor die WTO



Washington - Im Streit um Zölle auf Autos haben die USA eine Beschwerde gegen China bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Nach Angaben Washingtons sind Exporte im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar von den Maßnahmen Pekings betroffen. Die chinesische Regierung betonte am Freitag, sie wolle „anständig“ mit der Beschwerde umgehen. Auf keinen Fall dürfe der Streit „die freundlichen Beziehungen beeinträchtigen“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die US-Regierung wirft China vor, die Zölle in diesem und auch in früheren Fällen ungerechtfertigterweise eingeführt zu haben, um amerikanischen Exporteuren zu schaden. Die Zölle träfen 80 Prozent der US-Autoexporte nach China, sagte am Donnerstag der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Erst im Juni waren die USA mit einer Beschwerde gegen chinesische Zölle auf amerikanische High-Tech-Stahlprodukte erfolgreich. dapd

Zypern bittet Russen um Kredit

Moskau - Das finanziell schwer angeschlagene Euroland Zypern hat Russland offiziell um einen Kredit über fünf Milliarden Euro gebeten. „Wir haben eine Anfrage aus Zypern erhalten, die wir nun prüfen“, sagte Finanzminister Anton Siluanow am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Der Inselstaat habe auch die Europäische Union um Hilfe gebeten, sagte Siluanow. Zyperns Präsident Dimitris Christofias hatte die Gesuche am Vortag angekündigt. Experten rechnen mit einem positiven Bescheid aus Moskau. Bereits Ende 2011 hatte Russland Zypern einen Kredit über 2,5 Milliarden Euro zu einem recht günstigen Zinssatz von 4,5 Prozent gewährt. dpa

Zehntausende Lehrstellen unbesetzt

Berlin - Der Fachkräftemangel bleibt trotz eines leichten Zuwachses an Ausbildungsbildungsplätzen ein Problem für die Unternehmen. Wie die Industrie- und Handelskammern (IHK) am Freitag in Berlin mitteilten, haben ihre Mitglieder bis Ende Juni dieses Jahres 190 492 neue Ausbildungsverträge registriert. Das seien 3706 oder zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wegen der anhaltend „großen Probleme, geeignete Bewerber zu finden“, dürften in diesem Jahr „viele Betriebe ihre Ausbildungsverträge früher abgeschlossen haben als gewöhnlich“, sagte Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Dennoch bestehe nach wie vor Bedarf: „In fast allen IHK-Berufen sind noch Lehrstellen frei“, betonte der DIHK-Präsident. Besonders gesucht seien angehende Restaurant- und Hotelfachleute, Kaufleute im Einzelhandel, aber auch Fachinformatiker oder Bürokaufleute.(www.ihk-lehrstellenboerse.de ) dapd

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