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Nordex braucht Hilfe in China

Frankfurt am Main - Der Windturbinenbauer Nordex rechnet trotz des Abschieds aus dem Geschäft mit Meereswindparks sowie der Probleme in China 2012 mit schwarzen Zahlen. „Davon bin ich überzeugt, und der Start ins Jahr bestätigt mich“, sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky der „Wirtschaftswoche“. Im Auftaktquartal hatten sich Auftragseingang und -bestand mehr als verdoppelt. „Das ist eine solide Basis für ein positives Ergebnis“, sagte Zeschky. Den dringend benötigten Partner im weltgrößten Absatzmarkt China kann Nordex aber weiterhin nicht präsentieren. Für ausländische Unternehmen sei die Volksrepublik praktisch abgeschottet. „Obwohl wir dort seit 1998 produzieren, verlieren wir an Boden. Die geringe Auslastung unserer Werke dort kostet uns richtig Geld.“ Deshalb brauche Nordex einen Investor. „Alleine schaffen wir es jedenfalls nicht.“ Nordex verhandelt mit einem staatlichen Energieversorger, der selbst große Windparks baut. Neben den Schwierigkeiten in China kämpft die Branche mit Überkapazitäten und Preisverfall. Bei Nordex betrug der Verlust im ersten Quartal neun Millionen Euro. rtr

Streik auf der Bohrplattform

Oslo - Die Verschärfung eines Arbeitskampfes droht die norwegische Ölbranche lahmzulegen. Die Öl- und Gasproduktion könne ab Dienstag zum Erliegen kommen, erklärten sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber am Sonntag, nachdem am Morgen die Tarifgespräche für die rund 7000 Beschäftigten auf den Bohrplattformen vor der Küste nach 13 Stunden zum dritten Mal gescheitert waren. „Der Streik geht weiter. Das ist eine sehr ernste Situation“, sagte der Chefunterhändler des Branchenverbands OLF. Der seit zwei Wochen andauernde Arbeitskampf war am Donnerstag mit der Arbeitgeberdrohung eskaliert, ab Dienstag alle Beschäftigten auszusperren. Der zum größten Teil dem Staat gehörende Ölkonzern Statoil will die Produktion dann einstellen. Hauptstreitpunkt ist die Gewerkschaftsforderung nach einer Vorruhestandsmöglichkeit ab einem Alter von 62 Jahren. Schon in der vergangenen Woche schob der Arbeitskampf den Ölpreis kräftig an. Norwegen ist der weltweit achtgrößte Ölexporteur. Der Streik hat die Produktion bereits um 13 Prozent geschmälert. rtr

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