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Freiberufliche Hebammen bekommen Aufschlag für Haftpflicht



Berlin - Freiberufliche Hebammen erhalten künftig mehr finanzielle Unterstützung. Wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen GKV mitteilte, einigten sich Vertreter beider Seiten zunächst auf Ausgleichszahlungen. Rückwirkend zum 1. Juli 2012 übernehmen damit die Krankenkassen vollständig die Kostenerhöhungen durch steigende Prämien für die Versicherung zur Berufshaftpflicht. Die Neuregelung sieht laut GKV vor, dass eine freiberufliche Hebamme bei jeder von ihr betreuten Geburt im Geburtshaus 25,60 Euro zusätzlich und bei einer Hausgeburt 78 Euro mehr bekommt. Die Hebammenverbände wollen sich jedoch weiter für eine bessere Bezahlung einsetzen. dapd

Junge Mütter profitieren vom Training im Betrieb

Nürnberg - Betriebliche Trainingsmaßnahmen erhöhen deutlich die Chancen von Hartz-IV-Empfängern, rasch einen Job zu finden. Dies zeigt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Arbeitslose könnten durch Schulungen in Unternehmen ihre Qualifikation unter Beweis stellen, erklärten die Arbeitsmarktforscher. Dadurch erhalten sie die Chance, übernommen zu werden. Junge Frauen mit Kindern profitierten besonders stark von den betriebliche Trainingsmaßnahmen, hieß es. Denn sie böten den Teilnehmerinnen eine gute Gelegenheit, Arrangements für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu treffen, erklärten die Wissenschaftler. epd

Mündliche Vereinbarung beim Arbeitsvertrag gilt

Heilbronn - Ist der schriftliche Arbeitsvertrag anders als die mündliche Vereinbarung, müssen Arbeitnehmer nicht unterschreiben. Das hat das Sozialgericht Heilbronn festgestellt (Az.: S 7 AL 4100/08). In dem Fall hatte ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer auf Basis einer mündlichen Vereinbarung eingestellt. Nun versuchte er, den Mitarbeiter zu bewegen, einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu unterzeichnen. Der Vertrag sah unter anderem Mehrarbeit in Form von Überstunden, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit vor. Als der Mitarbeiter sich weigerte, zu unterschreiben, wurde er gekündigt. Als er sich daraufhin arbeitslos meldete, verhängte die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit von zwölf Wochen, da der Arbeitnehmer die Sperre leichtfertig verursacht habe. Der Mann klagte und war erfolgreich. Er sei gegenüber seinem Arbeitgeber nicht verpflichtet gewesen, einen inhaltlich anderen Arbeitsvertrag abzuschließen, so die Richter. Dies sei mit der Vertragsfreiheit des Arbeitnehmers nicht vereinbar.dpa

Von der Leyen: Digitale Zukunft bietet Frauen große Jobchancen

München - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht dank Smartphones und iPads große Vorteile für die berufliche Gleichstellung von Frauen. Die Arbeit werde zunehmend flexibler und damit auch besser mit Kindern vereinbar, sagte von der Leyen am Mittwoch zu Beginn der Konferenz DLDwomen in München, bei der es um das Bild der Frau im digitalen Zeitalter geht. Die Arbeitsministerin zeichnete für 2020 eine Vision vom „Arbeiten in einer Cloud der Talente“. Künftig könnten die Menschen „überall und zu jeder Zeit“ ihrem Beruf nachgehen. „Frauen müssen sich nicht mehr zwischen Baby und Beruf entscheiden.“ Sie könnten einfach beides machen. Die Aufstiegschancen für Frauen nehmen nach Einschätzung der CDU-Politikerin zu. dapd

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