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Notheis ist raus bei Morgan Stanley

Düsseldorf - Dirk Notheis, Deutschland-Chef von Morgan Stanley, hat seinen Posten endgültig aufgegeben. Die Bank bestätigte dem „Handelsblatt“ am Dienstag: „Dirk Notheis ist nicht mehr Mitglied des Vorstands.“ Der Investmentbanker hatte wegen des EnBW-Skandals Ende Juni bei Morgan Stanley um eine Auszeit gebeten und ließ sein Amt seither ruhen. Der Investmentbanker hatte seinen Freund und früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, beim Kauf von 45 Prozent der EnBW-Anteile für 4,67 Milliarden Euro beraten. Nach einem vernichtenden Bericht durch den Landesrechnungshof hat der Ablauf des EnBW-Deals „in wesentlichen Teilen nicht den Anforderungen genügt, die aus der Landesverfassung und der Landeshaushaltsordnung folgen“. Insbesondere die Kaufpreisfindung sei nicht sorgfältig gewesen. Vergangenen Mittwoch nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Beihilfe zur Untreue gegen Notheis und wegen Untreue gegen Mappus (CDU) auf. HB

EFSF verleiht und verdient

Berlin - Der europäische Rettungsfonds EFSF hat erstmals beim Geldleihen selbst verdient. Der Fonds sammelte am Dienstag knapp 1,49 Milliarden Euro beim Verkauf von sechsmonatigen Anleihen ein und kassierte dafür sogar eine Prämie der Investoren, statt ihnen Zinsen zu zahlen. Die durchschnittliche Rendite lag bei minus 0,0113 Prozent. Bei der vorigen Auktion im Juni deckte sich der EFSF noch zu einem Minizins von plus 0,142 Prozent ein. In der Schuldenkrise meiden viele Investoren risikoreiche Anlagen und verzichten damit auf höhere Renditen. rtr

Immer mehr arbeiten befristet

Nürnberg - Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge in Deutschland hat sich binnen zehn Jahren um eine Million erhöht. Von 2001 bis 2011 stieg die Zahl von 1,7 Millionen auf 2,7 Millionen, ergab eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), wie eine IAB-Sprecherin am Dienstag bestätigte. Überdurchschnittlich häufig erhalten demnach Frauen nur befristete Jobs. Bei Neueistellungen sind insgesamt 45 Prozent aller Jobs zunächst befristet. AFP

Kartellamt prüft Ihr-Platz-Verkauf

Burgwedel/Osnabrück - Das Bundeskartellamt prüft derzeit die Übernahme von 120 Ihr-Platz-Filialen an die Drogeriemarkt-Kette Rossmann. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtes hervor. Beide Unternehmen wollten dazu keine Stellungnahme abgeben. Die insolvente Schlecker-Tochter hat bundesweit 490 Filialen und rund 4000 Mitarbeiter. dpa

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