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Weltbank fürchtet Rezession



Washington - Die europäische Schuldenmisere droht nach Einschätzung der Weltbank die globale Wirtschaft in eine massive Rezession zu stürzen. Eine große Krise in Europa könnte die Wirtschaftsleistung der Entwicklungs- und Schwellenländer um vier Prozent schrumpfen lassen, sagte der neue Weltbank-Präsident Jim Yong Kim am Mittwochabend. „Das ist genug, um überall eine tiefe Rezession auszulösen“, warnte er. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will unterdessen die Wirtschafts- und Finanzpolitik seiner Mitgliedsländer deutlich schärfer unter die Lupe nehmen, um Krisen frühzeitig abzuwenden. dapd

Pleitewelle bedroht 300 000 Jobs

Neuss - Die Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft gefährdet nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in diesem Jahr mehr als 300 000 Arbeitsplätze. Das wäre ein Anstieg um mehr als 64 000 bedrohte Stellen oder mehr als 27 Prozent gegenüber 2011. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen könnte 2012 voraussichtlich um bis zu 2000 Fälle beziehungsweise sieben Prozent auf 32 000 Fälle steigen. dpa

Morgan Stanleys Gewinn bricht ein

New York - Die Schuldenkrise in Europa hat der US-Investmentbank Morgan Stanley das Geschäft im zweiten Quartal verdorben. Angesichts der neuerlichen Turbulenzen an den Kapitalmärkten brachen die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf knapp sieben Milliarden Dollar ein, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 564 Millionen Dollar übrig. Grund für das schwache Ergebnis sind die gesunkenen Erträge beim Handel mit Aktien und Anleihen. Auch der milliardenschwere Börsengang von Facebook, den Morgan Stanley maßgeblich managte, bedeutete einen erheblichen Imageschaden. dpa

Schleckers Schulden wachsen

Stuttgart - Die Gläubiger der zusammengebrochenen Drogeriemarktkette Schlecker haben Forderungen von mehr als einer Milliarde Euro beim Insolvenzverwalter angemeldet. Die insgesamt 22 738 Gläubiger forderten exakt 1 074 791 544 Euro, teilte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag mit. Geiwitz wollte die Forderungsliste am Donnerstag offiziell schließen und bei Gericht vorlegen. Die größten Posten bei den Außenständen sind Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Personalkosten. rtr

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