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Was Kurzarbeit erfolgreich macht: Studie zu Deutschland und Italien



Düsseldorf – Die während der Wirtschaftskrise in Deutschland so erfolgreiche Kurzarbeit hat woanders längst nicht so gute Resultate gezeigt. Entscheidend für den Erfolg seien günstige Rahmenbedingungen, ergab ein Vergleich mit Italien, wie das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung mitteilte. Demnach sorgten in Deutschland unter anderem eine aktivere Konjunkturpolitik und die in der Industrie weit verbreiteten Arbeitszeitkonten für ein besseres Umfeld. Laut Studie hatte die Bundesregierung angesichts der stark zurückgehenden Nachfrage 2009 mehrere Konjunkturprogramme aufgelegt – Italien dagegen unterstützte die Wirtschaft unter Verweis auf die hohe Verschuldung kaum. AFP

Therapeuten akademisch ausbilden: Empfehlung des Wissenschaftsrates

Berlin – Der Wissenschaftsrat hat sich für eine stärkere Akademisierung von Fachberufen in der Gesundheitsversorgung ausgesprochen. So sollten Physio-, Logo- und Ergotherapeuten künftig an Hochschulen ausgebildet werden, empfiehlt der Magdeburger Neurologe Hans-Jochen Heinze. Heinze ist Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats. 10 bis 20 Prozent der Absolventen eines patientenorientierten Studiengangs sollten mit einem Bachelor-Abschluss abschließen können. Wegen des demografischen Wandels müsse es nicht nur einen quantitativen, sondern auch einen qualitativen Ausbau der Gesundheitsversorgung geben. Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Landesregierungen in Fragen der Entwicklung der Hochschulen. kna

Immer mehr befristete Verträge:

Im Erziehungswesen sehr verbreitet

Nürnberg – Der öffentliche Dienst ist in Deutschland bei der Befristung neuer Arbeitsverträge Vorreiter. Nach einer in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erfolgten im vergangenen Jahr in der öffentlichen Verwaltung 68 Prozent aller Neueinstellungen mit befristeten Arbeitsverträgen. Im Erziehungs- und Unterrichtswesen und im gemeinnützigen Bereich wurden je 67 Prozent der neuen Stellen befristet. Im Schnitt aller neuen Stellen waren es 45 Prozent. Relativ gering war der Anteil der Befristungen in der Informations- und Telekommunikationsbranche mit 15 Prozent, im Baugewerbe mit 23 Prozent und in der Finanz- und Versicherungsbranche mit 24 Prozent. Der Anteil befristet Eingestellter an allen Beschäftigten war demnach im Jahr 2011 im Erziehungs- und Unterrichtswesen mit 16,2 Prozent am höchsten. dapd

Tariflöhne sind stärker gestiegen: Gewerkschaften verbuchen Erfolge Düsseldorf – Die deutschen Gewerkschaften haben im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich höhere Entgeltsteigerungen als 2011 durchgesetzt. In Branchen, die ihre Tarifrunde bis Ende Juni abgeschlossen hatten, steigen die Entgelte in diesem Jahr im Schnitt um 2,7 Prozent, wie das Tarifarchiv des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) errechnete. 2011 hätten die Abschlüsse des ersten Halbjahres im Schnitt zu Erhöhungen von 2,0 Prozent geführt, sagte WSI-Experte Reinhard Bispinck in Düsseldorf. Das WSI bezieht in seine Statistik nur Arbeitnehmer tarifgebundener Branchen ein. Zur Ermittlung des Durchschnitts werden Erhöhungen auf das ganze Jahr 2012 umgerechnet. dapd

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