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Soffin muss Banken weiter stützen

Frankfurt am Main - Fast vier Jahre nach seiner Gründung stützt der Bankenrettungsfonds Soffin die deutsche Finanzbranche noch immer mit Milliarden. Nach jüngsten eigenen Angaben hilft der Fonds Banken mit insgesamt 30,8 Milliarden Euro. Seit seiner Gründung Ende Oktober 2008 häufte der Soffin 22,1 Milliarden Euro Verlust an. Neue Anträge auf Hilfen gingen seit Wiedereröffnung des Fonds in diesem Jahr nicht ein, wie eine Sprecherin in Frankfurt erklärte.dpa

IWF-Ökonom rügt Krisenmanagement Washington - Ein scheidender Ökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat dem Fonds vorgeworfen, wichtige Informationen über die Schuldenkrise in Europa unter Verschluss gehalten zu haben. In einem Kündigungsschreiben an das Direktorium des IWF kritisierte Peter Doyle, der Fonds habe nicht frühzeitig vor der Euro-Krise und auch nicht vor der globalen Finanzkrise von 2007 bis 2009 gewarnt. Doyle war vor seinem Rücktritt in der Europa-Abteilung des IWF für Schweden, Dänemark und Israel zuständig. Ein IWF-Sprecher sagte, die Kritikpunkte Doyles, der 20 Jahre für den Fonds gearbeitet hatte, seien nicht neu. Sie fänden sich auch in Berichten des IWF wieder. rtr

Dürre treibt Getreidepreise hoch

Hamburg - Die Krise auf den globalen Märkten für Getreide verschärft sich. Mais ist so teuer wie noch nie, und der Getreidepreis hat den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Ausgelöst wurde der Preisanstieg durch die schwere Trockenheit in den USA. Dort ist bereits mehr als ein Drittel der Maispflanzen verdorrt. „Eine Änderung des Wetters ist nicht absehbar“, sagte Leon Leschus, Rohstoffexperte beim Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. „Beim Weizen wird die Situation zusätzlich verschärft durch eine Dürre in Russland.“ Rohstoffspekulanten an den Börsen verschlimmern die Situation noch. dpa

Karstadt entlässt kaum Manager

Frankfurt am Main - Der Stellenabbau beim Warenhauskonzern Karstadt (siehe auch Seite 22) betrifft fast ausschließlich die einfachen Angestellten. Während der Konzern bis Ende 2014 insgesamt 2000 Arbeitsplätze streicht, solle die Zahl der Abteilungsleiter „langfristig“ um 100 verringert werden, sagte Personalchef Kai-Uwe Weitz der „Wirtschaftswoche“. Die Kürzungen sollen sich gleichmäßig über zwei Jahre verteilen. „Wir gehen davon aus, das im ersten Jahr 1000 Stellen und im zweiten Jahr nochmals 1000 Stellen betroffen sind“, sagte Weitz. Derzeit bietet der Konzern rund 25 000 Arbeitsplätze. rtr

Proteste gegen Arktis-Bohrungen

Hamburg - Die Umweltorganisation Greenpeace hat ihre bundesweiten Proteste an Shell-Tankstellen gegen geplante Ölbohrungen des Konzerns in der Arktis ausgeweitet. „In über 50 Städten bekleben Aktivisten Zapfsäulen und Zapfpistolen mit Protest-Labeln und informieren die Kunden über die Pläne von Shell“, teilte Greenpeace am Samstag mit. Weltweit seien in wenigen Wochen rund eine Million Unterschriften zusammengekommen. „Jeder hat das legitime Recht auf freie Meinungsäußerung“, sagte ein Shell-Sprecher. Das Unternehmen habe noch nicht begonnen zu bohren. dpa

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