NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schlecker XL schließt Ende August



Ehingen/Osnabrück – Die Märkte der insolventen Drogeriekette Schlecker XL schließen Ende August. Die Mitarbeiter seien darüber informiert worden, dass die 358 Filialen der Schlecker-Tochter am 29. August letztmalig öffnen, teilte die Insolvenzverwaltung am Freitag mit. Seit Donnerstag läuft der Ausverkauf in den XL-Märkten sowie in 367 Filialen der ebenfalls insolventen Tochterfirma IhrPlatz. In den insgesamt 725 Märkten war der Abverkauf sehr gut gestartet. Einige Filialen könnten daher auch schon eher geschlossen werden. Der Branchenprimus dm aus Karlsruhe zeigte indes weiteres Interesse am Kauf von IhrPlatz-Filialen. dm kaufte bereits neun Filialen. Es liefen derzeit „vielversprechende“ Gespräche, erklärte IhrPlatz-Insolvenzverwalter Werner Schneider. dpa

IWF schlägt wegen Spanien Alarm

Washington/Madrid – In Spanien ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit über 30 Jahren. Ende Juni waren 24,6 Prozent der Spanier ohne Job, teilte die Statistikbehörde INE mit. Bei Jugendlichen erhöhte sich die Arbeitslosenquote nochmals um 1,3 Punkte auf 53,3 Prozent. Spanien hat die höchste Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) schlug Alarm: Das Land schlittert immer tiefer in die Krise. Auch im nächsten Jahr komme es nicht aus der Rezession. Die Wirtschaft schrumpft sogar noch stärker als bisher befürchtet. Der Druck der Märkte auf Spanien kann aus IWF-Sicht „negative Auswirkungen für den Rest Europas“ haben. dpa

Google löschte nicht alle Daten

London - Der Internetanbieter Google hat entgegen seinen Zusicherungen nicht alle Daten gelöscht, die von seinen Street-View-Fahrzeugen in mehreren Ländern unerlaubt gesammelt worden waren. Das US-Unternehmen hatte im Mai 2010 eingeräumt, dass die Kamerafahrzeuge in 30 Ländern versehentlich auch Daten von ungesicherten WLAN-Netzen gespeichert haben. Google versprach damals, diese Daten alle zu löschen. Die jetzt noch vorhandene kleine Menge Daten sei gefunden worden, als die Street-View-Aufzeichnungen aus Großbritannien per Hand durchsucht worden seien. „Google entschuldigt sich für diesen Fehler“, erklärte der Datenschutzbeauftragte von Google, Peter Fleischer, in einem Schreiben an die britische Datenschutzbehörde ICO. Auch Einrichtungen anderer Länder würden informiert. rtr

Mazda und Ford rufen Autos zurück

Detroit BERICHT IWF]– Der Autohersteller Mazda hat 217 500 leichte Geländewagen (SUV) von Typ Tribute in die Werkstätten gerufen. Grund sei ein Problem mit dem Gaspedal, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Wenn es ganz durchgetreten werde, könne es Probleme mit der Geschwindigkeitsregulierung geben. Am Vortag hatte bereits Ford 484 600 Geländewagen des älteren Escape-Modells zurückgerufen, das in Europa unter dem Namen Maverick verkauft wurde. Ford and Mazda hatten die betroffenen Modelle zusammen entwickelt. rtr /BERICHT IWF]rtr

Plattform-Störfall belastet Total

Paris – Das Leck an der Nordseeplattform Elgin sowie Rückstellungen für ein Korruptionsverfahren in den USA belasten die Ergebnisse des französischen Öl- und Gaskonzerns Total. In den ersten sechs Monaten des Jahres brach der Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 21 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro ein. Im zweiten Quartal sei durch den Störfall an der Elgin-Plattform ein Verlust von umgerechnet rund 106 Millionen Euro entstanden, teilte Total, das seine Deutschlandzentrale in Berlin hat, am Freitag mit. Wegen des seit Jahren laufenden Korruptionsverfahrens zu Gasgeschäften im Iran habe man zudem eine Rückstellung von 316 Millionen Dollar (257 Millionen Euro) verbucht. Im zweiten Quartal sank das Konzernergebnis deswegen um satte 42 Prozent. dpa

Teuerung bleibt unter zwei Prozent Berlin – Steigende Preise für Tanken und Reisen haben einen weiteren Rückgang der Inflation in Deutschland verhindert. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli erneut um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Niedriger lag die Teuerungsrate zuletzt im Herbst 2010. Sie verharrte damit den dritten Monat in Folge unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. rtr

BP muss Milliarden zahlen

Moskau - Wegen Vertragsverletzung soll der britische Ölkonzern BP dem russisch-britischen Unternehmen TNK-BP rund 2,5 Milliarden Euro Strafe zahlen. Ein Gericht in der russischen Stadt Tjumen entsprach mit dieser Entscheidung einer Klage des Minderheitsaktionärs Andrej Prochorow, wie die Agentur Interfax am Freitag meldete. Prochorow fühlte sich durch eine geplante Zusammenarbeit von BP mit dem größten Ölförderer Rosneft in der Arktis in seinen Rechten verletzt. BP hätte laut dem Aktionärsvertrag zunächst TNK-BP das Geschäft vorschlagen müssen, begründete Prochorow seine Klage. Die Briten kündigten Berufung an. dpaBERICHT IWF]

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