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Investoren fliehen aus Spanien

Madrid - Angesichts der Krise in Spanien haben Investoren seit Jahresbeginn mehr als 160 Milliarden Euro aus dem Land abgezogen und ins Ausland transferiert. Dieser am Dienstag von der Zentralbank in Madrid veröffentlichte Wert ist der höchste seit Beginn der entsprechenden Statistiken im Jahr 1990. Schon jetzt wurde mehr Kapital aus Spanien abgezogen als im gesamten vergangenen Jahr. Allein im Mai wurden 41,3 Milliarden Euro in andere Staaten transferiert – im Mai vergangenen Jahres waren noch 9,5 Milliarden nach Spanien geflossen. AFP

Manager verdienen das 54-fache

Frankfurt am Main - Deutschlands Top-Manager verdienen einer Studie zufolge 54-mal so viel wie ein durchschnittlicher Angestellter eines Dax-Konzerns, erklärten die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Experten der TU München am Dienstag. Im Durchschnitt verdienten die Dax-Vorstände im Geschäftsjahr 2011 jeweils gut 3,14 Millionen Euro. Das waren rund 7,9 Prozent mehr als 2010. Die Dividenden erhöhten sich parallel um 5,1 Prozent. dpa

Bafin soll Computerhandel regulieren Berlin - Die Bundesregierung macht Ernst mit strengeren Regeln für den superschnellen Computerhandel an den Börsen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Risiken durch den sogenannten Hochfrequenzhandel eindämmen, ohne solche Geschäfte gänzlich zu verbieten. Nach einem am Dienstag bekannt gewordenen Gesetzentwurf sollen unter anderem Hochfrequenzhändler künftig der Kontrolle der obersten Finanzaufsicht Bafin unterstellt werden. Damit werde eine bisher bestehende Aufsichtslücke geschlossen, heißt es. Der superschnelle Handel gilt als ein Auslöser vieler Börsen-Turbulenzen. Fallen Kurse, zieht dies weitere Verkaufswellen nach sich, was Panik auslösen kann.dpa

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Fiat fährt Riesenverlust ein

Turin - Beim italienischen Autohersteller Fiat wird die Krise immer schlimmer: Der Konzern hat in seinem Traditionsgeschäft ohne die US-Tochter Chrysler bis Ende Juni einen Verlust von mehr als 500 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz fiel um fast sieben Prozent auf rund 18 Milliarden Euro, wie der Hersteller am Dienstag mitteilte. Fiat verkaufte nur noch rund 460 000 Personenwagen in seinem Kernmarkt Europa und schnitt damit deutlich schlechter ab als der Gesamtmarkt. Nur die Sportwagenmarken Ferrari und Maserati waren ein Lichtblick. Dagegen erzielt die US-Tochter Chrysler hohe Gewinne und hält das Konzernergebnis so über Wasser: Der Konzerngewinn im Halbjahr betrug netto 737 Millionen Euro, nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Aktienkurs des Konzerns fiel um über vier Prozent. dapd

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