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Post zeigt mehr Zuversicht

Bonn - Die Wirtschaftskrise in Europa macht der Deutschen Post keine Sorge: In Asien wächst der Konzern rasant, und so hebt Post-Chef Frank Appel seine Gewinnprognose für 2012 an. „Unsere Geschäfte laufen weiterhin erfreulich“, sagte er am Donnerstag. Der Konzern mit seinem weltumspannenden Express- und Logistiknetz bekam im zweiten Quartal noch keine Abkühlung des Welthandels zu spüren und steigerte den Umsatz um 7,3 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der operative Gewinn sank wegen einer Umsatzsteuer-Nachzahlung um 3,4 Prozent auf 543 Millionen Euro. Der Überschuss verringerte sich sogar um 27,7 Prozent auf 201 Millionen Euro. Die Post übertraf damit aber die Prognosen. Das Zahlenwerk sei besser ausgefallen als erwartet, schrieben Analysten der DZ Bank. rtr

Continental ist auf Rekordkurs

Hannover - Der Automobilzulieferer Continental steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um mehr als zehn Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte um mehr als 50 Prozent auf rund eine Milliarde Euro, wie der Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mitteilte. dapd

Thomas Cook verliert mehr Geld

London/Eschborn - Der deutsch-britische Reisekonzern Thomas Cook (Neckermann) ist noch tiefer in die Krise gerutscht: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stieg der Verlust vor Steuern auf umgerechnet rund eine Milliarde Euro. Der Umsatz fiel leicht auf 7,4 Milliarden Euro, wie der Tui-Konkurrent mitteilte. Das Unternehmen steckt schon länger in der Krise und macht derzeit unter anderem Hotels zu Geld. dapd

Serbiens Staatskassen sind leer

Belgrad - Der EU-Beitrittskandidat Serbien steht vor leeren Staatskassen. Es gebe nur noch Geld, um die Löhne im öffentlichen Dienst und die Renten im August zu bezahlen, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic am Donnerstag in Belgrad. Daneben kämpfe der Staat mit einem „historischen“ Minus von 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kämen die Schulden einiger Staatsbetriebe von weiteren Hunderten Millionen Euro. Die Regierung versucht, trotz des hohen Schuldenstandes mit neuen Krediten einen Bankrott abzuwenden. dpa

Loewe reduziert Verlust

Kronach - Der angeschlagene Fernsehhersteller Loewe hat von der Fußball-EM und der Abschaltung des analogen Satelliten-Fernsehens in Deutschland profitiert. Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 126 Millionen Euro, der operative Verlust verringerte sich von 7,8 auf 2,2 Millionen Euro. In Deutschland und der Schweiz stieg die Nachfrage so kräftig, dass Loewe die Rückgänge im übrigen Europageschäft mehr als ausgleichen konnte. dpa

Sharp streicht jede zehnte Stelle

Tokio - Der japanische Elektronik-Konzern Sharp streicht nach einem hohen Quartalsverlust rund 5000 Arbeitsplätze – nahezu jede zehnte Stelle. Es wird der erste Jobabbau seit mehr als 60 Jahren sein. Das Problem ist vor allem die LCD- Sparte, die unter einem schwachen Fernseher-Absatz leidet. In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal gab es erneut tiefrote Zahlen von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro. Als Folge musste Sharp die Prognose für den Jahresverlust auf 2,6 Milliarden Euro erhöhen. Der Quartalsumsatz sackte um fast 29 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen mitteilte.dpa

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