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Unverständliche Formulare: Jobcenter in der Kritik



Nürnberg – Viele Hartz-Empfänger klagen über unverständliche Antragsformulare und Bescheide ihres Jobcenters. Zugleich fehle es dort an Ansprechpartnern, ergab eine Umfrage der Bundesagentur für Arbeit (BA) unter Arbeitslosengeld II-Empfängern. Mehr als die Hälfte der 30 000 Befragten erteilten den Jobcentern diesbezüglich Schulnoten zwischen drei und sechs, teilte die Agentur mit. Insgesamt wachse aber das Vertrauen in die Jobcenter. Der Umfrage zufolge hat jeder Zweite eine gute Meinung von der örtlichen Betreuungsstelle. Jeder zehnte Befragte erteile ihr die schlechte Schulnote fünf oder sechs. Vergleichsweise gute Zensuren erhalten die Mitarbeiter in den Jobcentern: 80 Prozent der Befragten bewerten die Freundlichkeit der Berater als gut bis sehr gut. Seit dem Jahr 2008 befragt die BA zweimal im Jahr pro Jobcenter 100 Betroffene. dpa

Schlechte Erfahrungen im Job: Migranten fühlen sich diskriminiert

Berlin – Menschen mit Migrationshintergrund berichten fast doppelt so häufig von Diskriminierungserfahrungen wie die übrige Bevölkerung. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hervor, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in Berlin mitteilte. Demnach berichteten 42 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund von negativen Erfahrungen in der Nachbarschaft, bei Behörden, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in anderen Lebensbereichen. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund waren es 24 Prozent. Die Studie, zu der mehr als 9200 Menschen befragt wurden, erfasst subjektiv empfundene Benachteiligungen. Das Ergebnis könne auf „real erlebte Situationen“ hinweisen, aber auch eine erhöhte Sensibilität der befragten Migranten widerspiegeln, teilte die ADS mit. AFP

Personal zu finden, ist schwer:

Fast jede zweite Firma hat Probleme

Hamburg – Fast jedes zweite Unternehmen hat Schwierigkeiten bei der Personalsuche (42 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Firmenumfrage von Infocorp hervor. Von den Betrieben mit Problemen gab rund jeder Dritte (31 Prozent) an, es mangle an Bewerbungen. Rund jedes sechste Unternehmen beklagte fehlendes technisches Fachwissen bei den Jobsuchenden (18 Prozent). Rund jedes Achte (12 Prozent) vermisste bei den Bewerbern soziale Kompetenzen. Für die Studie im Auftrag von Manpower wurden 1007 Firmen befragt. dpa

Mehr sichere Arbeitsplätze:

Vollzeitstellen sind seltener befristet

Wiesbaden – Die Zahl der unbefristeten Vollzeitstellen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – deutlicher sogar als die der atypischen Beschäftigungsverhältnisse wie Mini- oder Leiharbeitsjobs. 23,67 Millionen Arbeitnehmer hatten 2011 einen unbefristeten und sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Atypische Beschäftigung nahm um 1,1 Prozent zu. Die Zahl normaler Arbeitsverhältnisse sei 2011 um 610 000 gewachsen, teilten die Statistiker mit. Die Zahl atypischer Arbeitnehmer habe um 80 000 zugelegt auf 7,92 Millionen. Zu den normalen Arbeitsverhältnissen zählt das Amt Arbeitsplätze mit unbefristeter und sozialversicherungspflichtiger Vollzeittätigkeit ab 21 Stunden Wochenarbeitszeit. Leiharbeit fällt hingegen nicht unter die reguläre Beschäftigung. AFP

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