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Deutsche gehen später in Rente

Nürnberg - Ältere Menschen sind doppelt so häufig berufstätig wie vor 20 Jahren und gleichen damit vorerst den demografischen Rückgang aus. Während 1991 lediglich 20,8 Prozent der 60- bis 64-Jährigen einer Arbeit nachgingen, seien es 2010 bereits 44,2 Prozent gewesen, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit. 58 Prozent der Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden seien inzwischen älter als 40 Jahre. Gründe für den Anstieg seien die höhere Erwerbstätigkeit von Frauen, ein allgemein besserer Gesundheitszustand älterer Menschen sowie die veränderten politischen Regeln für Frühverrentung und Vorruhestand. Die Erwerbsquote ist im Zeitraum von 71,1 auf 76,5 Prozent gestiegen. dapd

Börse für kleine Firmen geplant

London - Der Börsenbetreiber NYSE Euronext will im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa angreifen, schreibt die „Financial Times“. Unter anderem sei geplant, den computergestützten Hochfrequenzhandel, der gerade bei kleinen Werten zu großen Kursausschlägen führen kann, zu unterbinden. NYSE Euronext will dem Bericht zufolge alle bei ihr bereits notierten europäischen Firmen mit einem Marktwert von weniger als einer Milliarde Euro auf die Plattform übertragen. Es gibt jedoch Zweifel, ob das ohne Widerstand funktioniert. dpa

Schlecker geht offline

Ehingen - Der insolvente Drogerie-Onlineshop Schlecker Home Shopping in Deutschland und Österreich wird eingestellt. 100 Arbeitsplätze gehen verloren. „Trotz intensiver Bemühungen um den Verkauf hat kein Investor ein tragfähiges Angebot zur Übernahme des Onlineversandhandels mit Drogerieartikeln vorgelegt“, ließ Insolvenzverwalter Patrick Wahren mitteilen. Daher sei er gezwungen, den Betrieb am 12. August einzustellen. Kundenbestellungen bis zum 12. August sollen noch bis zum 15. August ausgeliefert werden. dpa

Bafin muss Millionen E-Mails prüfen

Düsseldorf - Bafin-Chefin Elke König erwartet keine schnellen Untersuchungsresultate im Libor-Skandal. „Die Aufklärung kann noch lange dauern. Es müssen Millionen von Datensätzen, E-Mails und Dokumenten geprüft werden. War kriminelle Energie im Spiel? Wo haben die Kontrollen versagt?“, sagte sie dem „Handelsblatt“. Es sei auch noch zu früh, Schlussfolgerungen aus den Prüfungen zu ziehen. Weltweit ermitteln Behörden derzeit, wie ein Ring aus Händlern über Jahre hinweg Referenzzinsen wie den Euribor und Libor manipuliert haben, auf denen Finanzprodukte im Wert von über 500 Billionen Dollar basieren. HB

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