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Thyssen will Stahlwerke verkaufen



Düsseldorf - Der Mischkonzern Thyssen-Krupp wird seine Verluste schreibenden Stahlwerke in Brasilien und den USA wohl getrennt verkaufen. Das sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger in einem Interview der „Welt am Sonntag“. Die Werke funktionierten einzeln ganz gut, der in Brasilien hergestellte Stahl sei aber nicht billig genug für die Weiterverarbeitung in den USA. Nachdem die Kosten für beide Anlagen auf zwölf Milliarden Euro explodiert waren, hatte Hiesinger seit Mai einen Partner oder Käufer gesucht. Jetzt legte er sich auf einen Verkauf fest. Thyssen-Krupp hat 5,8 Milliarden Euro Schulden. rt

Steuer-CDs: Bankangestellter in Haft

Zürich - Die Schweizer Privatbank Julius Bär hat einen weiteren Fall von Datendiebstahl im Zusammenhang mit deutschen Steuerermittlungen gemeldet. Der Verdächtige, ein Angestellter der Bank in Zürich, sei verhaftet worden, sagte Bär- Chef Boris Collardi der Zürcher „Sonntagszeitung“. Der Mitarbeiter habe offenbar im Alleingang gestohlene Daten an nordrhein-westfälische Steuerfahnder weitergeleitet. Die Bank stehe nun mit möglicherweise betroffenen Kunden in Deutschland in Kontakt. 2011 hatte sich Julius Bär mit den deutschen Behörden auf eine Vergleichszahlung von 50 Millionen Franken geeinigt und damit Straffreiheit für das Institut und seine Mitarbeiter erkauft. rt

Bahn-Konkurrent startet mit Erfolg

Düsseldorf - Der neue Konkurrent der Bahn im Fernverkehr ist mit seinem Start auf der Strecke Hamburg–Köln zufrieden. Die durchschnittliche Auslastung der Züge habe sich bei 70 bis 80 Prozent eingependelt, sagte die Chefin des „Hamburg-Köln-Express“ (HKX), Eva Kreienkamp, der „Wirtschaftswoche“. Bei der Pünktlichkeit liege man auf dem Niveau der Bahn. Der HKX war vor einem Monat an den Start gegangen, fährt bis zu dreimal täglich und wirbt mit günstigen Preisen. Künftig sollen die Tarife jedoch leicht angehoben werden. Der HKX fährt derzeit mit alten Waggons der Bundesbahn. Hinter HKX stehen die US-Firma Railroad Development Corporation, die Berliner Firma Locomore Rail und der aus Kanada stammende Investor Michael Schabas. dpa

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