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Siemens klagt in Frankreich

München - Im Streit um einen U-Bahn- Auftrag in der nordfranzösischen Stadt Lille zieht Siemens jetzt vor Gericht. Der bisherige Ablauf der Auftragsvergabe solle juristisch überprüft werden, sagte ein Siemens-Sprecher. Vergangene Woche sei Klage in Lille eingereicht worden. Siemens wolle sicherstellen, dass der Vergabeprozess fair und transparent abgelaufen sei, sagte der Sprecher. Bei dem Streit geht es um ein U-Bahn-Großprojekt in Lille, wo die sozialistische Parteichefin Martine Aubry Bürgermeisterin ist. Den Zuschlag für das auf 266,4 Millionen Euro geschätzte Vorhaben hatte im Mai das französische Unternehmen Alstom erhalten, das sich damit gegen Siemens und die kanadische Bombardier-Gruppe durchsetzte. AFP

Rheinmetall plant Stellenabbau

Kiel - Die Rüstungsfirma Rheinmetall Landsysteme will nach Angaben der IG Metall rund 320 von knapp 500 Stellen in Kiel streichen. Auf einer Betriebsversammlung am 11. September solle die Belegschaft unterrichtet werden, sagte Peter Seeger von der IG Metall. In einer Stellungnahme des Konzerns hieß es, eine Reduzierung der Personalstärke in Kiel sei unumgänglich. Zahlen nannte der Konzern nicht. Laut IG Metall ist die Schließung des Standortes Gersthofen mit rund 50 Entwicklungsingenieuren bereits beschlossen. Kassel (400 Mitarbeiter) und Kiel sollen demnach Hunderte Arbeitsplätze verlieren, ein Teil davon soll nach Unterlüß verlagert werden. dpa

Isofoton bietet weiter für Q-Cells

Bitterfeld-Wolfen - Das spanische Unternehmen Isofoton will trotz des bereits unterzeichneten Kaufvertrags weiter für den Solarhersteller Q-Cells bieten. Insgesamt wolle man rund 300 Millionen Euro in das Unternehmen stecken, teilte ein Sprecher mit. Das Angebot werde am heutigen Mittwoch dem Gläubigerausschuss unterbreitet. Der Insolvenzverwalter von Q-Cells hatte allerdings schon am Sonntag mit dem südkoreanischen Mischkonzern Hanwha einen Kaufvertrag unter Vorbehalt unterzeichnet. Hanwha will nach eigenen Angaben 250 Millionen Euro investieren. Der Q-Cells-Aktienkurs sackte am Dienstag nach zwei Handelstagen starker Zuwächse um 20 Prozent ab auf 0,15 Euro. dpa

Lexmark baut Geschäft um

Lexington - Der US-Konzern Lexmark plant einen weitreichenden Umbau und steigt aus dem schwächelnden Geschäft mit Tintenstrahldruckern aus. Dadurch werden weltweit rund 1700 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren, wie Lexmark in Kentucky mitteilte. Bis Ende kommenden Jahres soll die Entwicklung eingestellt werden. Ein Werk zur Fertigung von Tintenpatronen und anderem Zubehör auf den Philippinen werde bis Ende 2015 geschlossen. Die Entscheidungen seien schwierig gewesen, aber notwendig, um zu mehr Profitabilität zu kommen, erklärte Vorstandschef Paul Rooke. Lexmark setze nun verstärkt auf höherwertige Bildbearbeitung und Software. dapd

Novatek beliefert Eon

Moskau - Der größte deutsche Energieversorger Eon hat mit dem privaten russischen Gasproduzenten Novatek einen langfristigen Liefervertrag über 17,6 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Vertrag sehe Gaslieferungen für den Zeitraum 2013 bis 2027 an vier Elektrizitätswerke von Eon Russia vor, teilte die russische Eon-Tochter mit. Bei Verhandlungen mit mehreren möglichen Lieferanten habe Novatek die besseren Konditionen angeboten. Die Verträge von Eon mit dem staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom laufen Ende 2012 aus. AFP

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