NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Arzneiausgaben steigen

Berlin - Die Arzneiausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im Juli erneut gestiegen. Mit knapp 2,8 Milliarden Euro gaben die Versicherer dafür nach Tagesspiegel-Informationen 3,1 Prozent mehr aus als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Gesamtanstieg in den ersten sieben Monaten liegt damit bei 3,4 Prozent. Wenn sich dieser Trend fortsetze, sei für dieses Jahr mit einem Kostenzuwachs von einer Milliarde Euro zu rechnen, sagte der Sprecher des Krankenkassen-Spitzenverbandes, Florian Lanz. Mit einem Kostenanstieg von fünf Prozent in den ersten sieben Monaten 2012 liegt das Land Berlin an zweiter Stelle und deutlich über dem Durchschnitt. Den höchsten Zuwachs bei den Arzneiausgaben verzeichnete der Bezirk Nordrhein mit 7,27 Prozent. raw

Mais so teuer wie nie

Washington - Weltbankpräsident Jim Yong Kim schlägt angesichts der Preisexplosion bei Nahrungsmitteln Alarm. „Die Lebensmittelpreise sind wieder stark gestiegen. Sie bedrohen die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen von Menschen“, sagte Kim einer Weltbank- Mitteilung zufolge. Unter dem Strich sind die Nahrungsmittelpreise nach dem jüngsten Nahrungsmittelbericht der Institution allein von Juni auf Juli im Schnitt um zehn Prozent geklettert, mit historischen Höchstständen bei Mais (plus 25 Prozent) und Soja (plus 17 Prozent). Die Region südlich der Sahara erlebe die höchsten Anstiege bei Mais, zum Beispiel 113 Prozent in Mosambik. dpa

Asklepios will weiter aufstocken

Frankfurt am Main - Im Machtkampf um den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum will Asklepios eine zweite Offerte des Medizinkonzerns Fresenius mit aller Macht verhindern. „Asklepios hat eine Voranfrage über eine Minderheitsbeteiligung an der Rhön-Klinikum AG angemeldet“, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes am Freitag. Asklepios wolle wissen, welche Konsequenzen eine Aufstockung in Höhe von 10,1 Prozent und mehr haben könnte. Asklepios könnte mit einer Sperrminorität wichtige Entscheidungen wie Kapitalmaßnahmen oder Satzungsänderungen bei dem MDax-Konzern blockieren, denn laut Satzung ist dafür die Zustimmung von mehr als 90 Prozent des vertretenen Kapitals notwendig. Das Familienunternehmen Asklepios hält bereits mehr als fünf Prozent an Rhön. dpa

Lego baut auf

Kopenhagen - Der dänische Spielzeughersteller Lego hat mit seinen Bauklötzen und neuen Produktlinien seine Umsätze deutlich gesteigert. Im ersten Halbjahr 2012 wuchs der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 9,1 Milliarden Kronen (rund 1,2 Milliarden Euro), wie das Familienunternehmen am Freitag mitteilte. Auch beim Nettogewinn legte Lego von 1,48 Milliarden Kronen auf zwei Milliarden Kronen zu. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, wolle Lego weltweit rund 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 10 000 Mitarbeiter. Lego hatte Mitte August seinen 80. Geburtstag gefeiert. dpa

Ermittlungen gegen UBS

Genf - Nach Geldwäschevorwürfen gegen die Großbank UBS hat die Schweizer Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Jeannette Balmer, am Freitag. Zuvor hatte die Umweltschutzorganisation Bruno Manser Fonds Anzeige gegen UBS erstattet. So soll der Regierungschef des malaysischen Staats Sabah, Musa Aman, über UBS-Konten in Hongkong 90 Millionen Dollar aus der illegalen Abholzung von Regenwaldgebieten gewaschen haben. Die Bank „hält sich an die weltweit höchsten Standards im Kampf gegen Geldwäsche und Korruption“, teilte UBS mit. Man werde mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. dapd

Spanische ACS mit Milliardenverlust

Madrid - Der Hochtief-Großaktionär ACS erwägt einen weiteren Ausbau seiner Beteiligung an dem Essener Baukonzern. Eine Anteilsaufstockung sei Teil der Wachstumsstrategie von ACS, teilte der spanische Infrastrukturkonzern bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit. Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres wies ACS einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. In der Vorjahreshälfte hatte der Konzern noch einen Gewinn von 604 Millionen Euro in den Büchern gehabt. Die Schulden von ACS beliefen sich Ende Juni 2012 auf 8,58 Milliarden Euro, das waren 13 Prozent weniger als im Jahr zuvor. dpa

P+S-Werften sollen verkauft werden

Stralsund - Mit einem Überbrückungskredit soll das kurzfristige Überleben der zahlungsunfähigen P+S-Werften gesichert werden. Langfristig sollen die Werften in Stralsund und Wolgast für den Verkauf vorbereitet werden, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann ankündigte. Einschließlich der nächsten Woche werde sein Team prüfen, in welcher Höhe der Massekredit ausfallen müsse, damit Zulieferer weiter arbeiten können. Für den Kredit müsse voraussichtlich das Land bürgen, weil inzwischen fast alles auf der Werft mit Sicherheiten belastet sei. dpa

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