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Praxisärzte wollen streiken

Berlin - Die niedergelassenen Ärzte drohen mit Streiks, wenn die beschlossene Honorarerhöhung für sie nicht nach oben korrigiert wird. Sollten die Krankenkassen das Ergebnis bis Montag nicht nachbessern, beginne man unmittelbar mit den Protestaktionen, heißt es in einer Erklärung von 14 Ärzteverbänden, die 120 000 der 150 000 Praxismediziner in Deutschland repräsentieren. Die Ärzte hatten ein Plus von 3,5 Milliarden Euro gefordert, dem Abschluss zufolge sollen sie nur gut 270 Millionen Euro mehr bekommen.POSITION KBV] raw

Mehr Arbeitslose in den Euro-Staaten

Luxemburg/Brüssel - Noch nie waren so viele Menschen in den 17 Euroländern ohne Job. Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 18 Millionen. Das entspricht einer Quote von 11,3 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat mit. Im Juli waren 88 000 Menschen mehr als im Juni arbeitslos gemeldet und gut zwei Millionen mehr als vor einem Jahr. Vor allem in den Euro-Krisenländern Spanien und Griechenland wächst die Arbeitslosigkeit weiter rasant. Parallel stieg zum ersten Mal seit fast einem Jahr wieder die Inflation in den Euro-Ländern. Die Rate für August wird auf 2,6 Prozent geschätzt, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. dpa

Spanien gründet Bad Bank

Madrid - Im Kampf gegen die Schuldenkrise gründet nun auch Spanien eine sogenannte Bad Bank. Das Institut werde Ende November seine Arbeit aufnehmen, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Freitag, nachdem die Regierung ein weiteres Reformpaket beschlossen hatte. Die Bad Bank soll den privaten Geldhäusern deren toxische Papiere abnehmen und ihnen damit Spielraum verschaffen, um die Sparguthaben und Investments ihrer Kunden zu verwalten und Kredite zu vergeben. Kontrolliert wird das neue Institut von der spanischen Zentralbank.

EZB soll Euro-Banken überwachen

Brüssel/Berlin - Der Aufbau einer machtvollen Bankenaufsicht für die EuroZone wird zum Streitfall zwischen Brüssel und Berlin. Gegen den deutschen Willen will EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sämtliche Geldhäuser von der Europäischen Zentralbank (EZB) überwachen lassen. dapd/Tsp

Einen Schwerpunkt zum Thema Zentralbanken finden Sie in der morgigen Ausgabe

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