NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Auszubildende gesucht:

Noch über 100 000 freie Stellen

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September melden die Arbeitsagenturen noch immer über 100 000 freie Lehrstellen. Viele Unternehmen suchen dringend Nachwuchs, vor allem in der Gastronomie. Nach Jahren des Lehrstellenmangels zeigt sich allgemein die Lage entspannt wie lange nicht mehr. „Der positive Trend auf dem Ausbildungsmarkt setzt sich fort“, schreibt die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht August.Richtig ausgewogen ist die Vermittlungs-Bilanz aber noch nicht. Den 101 100 freien Lehrstellen stehen auf der anderen Seite noch 90 860 unversorgte Bewerber gegenüber. Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes kann erst dann von einem ausgewogenen Ausbildungsplatzangebot gesprochen werden, wenn wegen der Berufswahlfreiheit auf 100 Bewerber 112,5 freie Plätze kommen – eine Relation, die in den vergangenen drei Jahrzehnten nur äußerst selten erreicht wurde. dpa

Richtig abschalten:

Bilanz ziehen vor Feierabend

Nach der Arbeit ist es nicht immer leicht, abzuschalten. Darum sollten sich Arbeitnehmer vor dem Heimweg täglich fünf Minuten Zeit nehmen, um sich Notizen zum Job zu machen. Vielen falle es dann leichter, den Arbeitstag zu beenden und danach abzuschalten, sagt Carmen Binnewies, Professorin für Psychologie an der Universität Münster. Denn wer schon im Betrieb eine Bilanz seines Arbeitstages gezogen hat, muss sich am Feierabend nicht mehr damit beschäftigen. Helfen kann auch, vor dem Feierabend eine To-Do-Liste für den nächsten Tag zu schreiben. Sonst schwirrt eine unerledigte Aufgabe nach Dienstschluss womöglich noch im Kopf herum – aus Angst, sie am nächsten Tag vergessen zu können. dpa

Der Berufsstart:

Kritik nicht persönlich nehmen

Lehrlinge müssen lernen, Kritik nicht persönlich zu nehmen. Esther Hartwich, Ausbildungsexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, rät: Statt darüber nachzudenken, was der Ausbilder von einem hält, sollten Lehrlinge die Kritik lieber als Ansporn dafür nehmen, es künftig besser zu machen. Die Emotionen wegzuschieben, falle gerade am Anfang jedoch vielen schwer. „Das muss man immer wieder üben“, sagt Hartwich. Sie empfiehlt, bei Kritik einmal tief durchzuatmen und sich zu sagen: „Egal, wie ungerecht ich mich behandelt fühle: Es kommt nur darauf an, dass ich meine Arbeit gut mache“. Wer mit so einer positiven Einstellung an Kritik herangeht, verliert sich nicht in zermürbenden Kleinkriegen mit den Ausbildern und räumt Probleme schnell aus dem Weg. dpa

Unterforderung im Beruf:

Wie man den Boreout vermeidet

Leiden Arbeitnehmer im Job an permanenter Unterforderung, sollten sie sich ein anspruchsvolles Hobby zulegen. Eine neue Sprache lernen etwa. Denn das Lernen in der Freizeit fordere den Intellekt des Arbeitnehmers heraus und kompensiere die Unterforderung im Job, sagt Annekatrin Hoppe, Professorin für Arbeitspsychologie an der Humboldt-Universität in Berlin. Wer keine Fremdsprachen mag, könne sich auch neue Eindrücke im Museum suchen oder sich einer anspruchsvollen Sportart widmen. Boreout, wie die Unterforderung im Job genannt wird, ist das Kontrastphänomen zum Burnout. Arbeitnehmer zeigen mit Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit in beiden Fällen ähnliche Symptome. dpa

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