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BMW übernimmt 3000 Leiharbeiter

München - Im jahrelangen Streit zwischen BMW und den Gewerkschaften über den Einsatz von Leiharbeitern gibt es nach Angaben des Betriebsrats eine erste Einigung. „In einem ersten Schritt sollen 3000 Leiharbeiter fest angestellt werden“, sagte Willibald Löw, Betriebsratschef bei BMW in Landshut und Mitglied des Aufsichtsrats, der „Automobilwoche“. Darauf hätten sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter verständigt. Ein BMW-Sprecher wollte zu dem Bericht am Sonntag keine Stellung nehmen. „Laufende Verhandlungen kommentieren wir nicht“, sagte er. Der Betriebsrat strebt für 2014 die Übernahme weiterer Leiharbeiter an. Ziel ist nach Worten Löws eine Zeitarbeiterquote von acht Prozent – das wären dann gut 6000 Leiharbeiter. Aktuell sind es nach Angaben der Gewerkschaft rund 12 000. dpa

Karstadt lagert Arbeitsplätze aus

Frankfurt am Main - Der Kaufhauskonzern Karstadt will offenbar Arbeitsplätze auslagern. Das Unternehmen wolle sich von rund 1400 Gastronomiebeschäftigten trennen – um sie gleich wieder bei einer Tochterfirma zu schlechteren Bedingungen einzustellen, berichtet der „Spiegel“. Der Konzern erhoffe sich Einsparungen in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro, weil die Mitarbeiter künftig nicht nach dem Karstadt-Haustarif, sondern nach den deutlich niedrigeren Tarifen der Gastro-Gewerkschaft NGG entlohnt würden. Für Köche und Kellner bedeute das unter anderem, dass sie künftig 40 statt 37,5 Wochenstunden arbeiten müssten, weniger Urlaub und weniger Geld bekämen, so das Magazin. Weder Karstadt noch die Gewerkschaft Verdi waren am Sonntag für eine Stellungnahme zu erreichen. rtr

Schlecker-Gläubigern bleibt wenig

Ehingen/Düsseldorf - Die meisten der rund 22 000 Gläubiger der Drogeriekette Schlecker werden nach Einschätzung von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wohl leer ausgehen. „Viel Geld werden sie nicht bekommen. Es ist für viele Gläubiger sicher eine Enttäuschung, aber mehr ist nicht drin“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Bei der Schlecker-Tochter IhrPlatz sehe es etwas besser aus, sagte der zuständige Insolvenzverwalter Werner Schneider. Die Forderungen summieren sich nach früheren Angaben auf mehr als eine Milliarde Euro. Geiwitz will unrechtmäßig übertragene Gelder von Firmenchef Anton Schlecker „rigoros“ zurückfordern. „Es geht um eine Reihe von Vermögensübertragungen an Familienangehörige in den vergangenen Jahren.“ dpa

Gericht verurteilt Exbanker der UBS

Washington/New York - Drei ehemalige Mitarbeiter der Schweizer Großbank UBS haben den amerikanischen Staat betrogen und müssen dafür nun mit hohen Gefängnisstrafen rechnen. Geschworene in New York sahen es als erwiesen an, dass die ehemaligen UBS-Banker bei einem Komplott mitgemacht haben, um US- Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen bei Anlagegeschäften über den Tisch zu ziehen. Über die Strafe wird später entschieden. Den drei Bankern drohen je nach persönlicher Schwere ihrer Schuld bis zu 30 Jahre Gefängnis oder sogar mehr sowie Geldstrafen bis in den Millionenbereich. dpa

Deichmann plant 200 neue Läden

Essen - Der größte europäische Schuhhändler Deichmann bleibt auf Wachstumskurs. „Die Expansion geht weiter“, kündigte der Chef des Essener Familienunternehmens, Heinrich Deichmann, an. Im laufenden Jahr sei die Neueröffnung von weltweit 200 Läden geplant. Schwerpunkte dabei seien Polen, England sowie die Türkei und die USA. „Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit neuen Ländern“, sagte Deichmann. Auch in Deutschland will Deichmann 30 zusätzliche Läden eröffnen. dpa

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