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Bund will Finanzsektor regulieren

Hannover - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat energische Schritte bei der Regulierung des Finanzsektors angekündigt. Noch im September werde ein Gesetzentwurf zur Eindämmung des automatisierten Hochfrequenzhandels vorgelegt, kündigte er am Montag in Hannover an: „Die Handelstrategien müssen dann offengelegt werden.“ Im Oktober wolle das Bundeskabinett dann einen weiteren Gesetzentwurf verabschieden. Bestimmte Derivatgeschäfte sollen über eine „zentrale Clearingstellen geleitet werden.“ Zudem arbeite die Regierung an einem verschärften Vergütungssystem für Banken, das auch Gehaltskürzungen bei erzielten Verlusten vorsehe. rtr

Draghi bekräftigt Hilfsbereitschaft

Brüssel - EZB-Chef Mario Draghi will trotz Warnungen aus Berlin am Anleihenmarkt eingreifen, um die Zinslast für Sorgenkinder wie Spanien oder Italien zu drücken. Vor dem Finanzausschuss des EU-Parlaments habe er „seine proaktive Linie im Kampf um die Preisstabilität gerechtfertigt“, verlautete am Rande des Treffens. Derweil bekam Bundesbank-Präsident Jens Weidmann im Streit um den Kauf von Staatsanleihen Zuspruch. „Die Haltung der Bundesregierung ist, dass wir die Unabhängigkeit der Bundesbank achten“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Es müsse klar bleiben, dass Staatsschulden „nicht durch Geldpolitik finanziert werden“.dapd/dpa

Länder klagen gegen Gigaliner

Stuttgart/Kiel - Die beiden rot-grün regierten Länder Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wollen den Testbetrieb von Riesenlastwagen vom Bundesverfassungsgericht stoppen lassen. Sie reichten Klage gegen den im Januar gestarteten Feldversuch in sieben Bundesländern ein. Stuttgart und Kiel stört, dass der Test per Ausnahmegenehmigung ohne Beteiligung des Bundesrates erlaubt wurde. Derzeit fahren 25 sogenannte Gigaliner auf deutschen Straßen, die bis zu 25,25 Meter lang und bis zu 44 Tonnen schwer sein dürfen. AFP

Zwei Interessenten für P+S-Werften

Rostock - Die Rostocker Werft Tamsen Maritim hat Interesse an der Übernahme der Peene-Werft in Wolgast angemeldet. Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es, Tamsen wolle den Marine-Schiffbau und die Marine-Reparatur übernehmen, die beide in Wolgast beheimatet sind. Tamsen Maritim wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ ist zudem der arabische Schiffbauer Abu Dhabi Mar (ADM) an einer Übernahme beider Standorte in Stralsund und Wolgast interessiert. Die P+S-Werften hatten vergangene Woche Insolvenz angemeldet. Rund 1800 Arbeitsplätze sind in Gefahr. dpa

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