NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Urteil: Ein Aufhebungsvertrag bringt eine Sperre beim Arbeitslosengeld

Wer einem Aufhebungsvertrag zustimmt, bekommt Schwierigkeiten beim Arbeitslosengeld. Denn die Arbeitsagentur kann dann eine dreimonatige Geldsperre verhängen. Denn der Angestellte hat seinen Arbeitsvertrag grob fahrlässig gelöst und ist für seine Arbeitslosigkeit mitverantwortlich. Das hat das hessische Landessozialgericht entschieden (Az.: L 7 AL 186/11). In dem Fall ging es um eine Callcenter-Mitarbeiterin aus Kassel, deren Standort geschlossen werden sollte. Der Arbeitgeber bot ihr eine besonders hohe Abfindung an, wenn die Frau die Kündigung nicht abwartet. Stattdessen sollte sie der Aufhebung des Arbeitsvertrages zustimmen. Die Frau nahm an. Als sie sich anschließend arbeitslos meldete, gewährte die Bundesagentur für Arbeit Arbeitslosengeld, verhängte aber eine zwölfwöchige Sperrzeit. Die Frau widersprach zwar, doch die Richter beider Instanzen gaben der Bundesagentur Recht. dpa

Sport mit Kollegen: Nicht immer ist man unfallversichert

Arbeitnehmer sind beim Betriebssport gegen Unfälle gesetzlich versichert. Der Schutz greift bereits dann, wenn der Arbeitnehmer auf dem Weg zum Sport verunglückt. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihrem Magazin „Arbeit & Gesundheit“ (Ausgabe 9/12) hin. Allerdings ist nicht jede gemeinsame sportliche Betätigung von Kollegen als Betriebssport anerkannt. Der Versicherungsschutz gilt nur, wenn der Sport regelmäßig gemeinsam getrieben wird. Oder wenn der Sport zum Ausgleich von einseitigen körperlichen, geistigen oder seelischen Belastungen bei der Arbeit dient und ein organisatorischer Bezug zum Unternehmen besteht. dpa

Scheidung: Kein Unterhalt mehr

für Berufsbildung

Geschiedene können wegen einer beruflichen Fortbildung keinen längeren Betreuungsunterhalt von ihrem Ex-Ehepartner beanspruchen. Nur ein „kind- oder elternbezogener Grund“ rechtfertigt die längere Zahlung des Betreuungsunterhalts, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (AZ: XII ZR 97/10). Berufliche Ausbildungs-, Fortbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen gehörten nicht dazu. Seit der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Unterhaltsreform kann bei geschiedenen Eltern der betreuende Elternteil nach dem dritten Lebensjahr des Kindes nicht mehr generell Betreuungsunterhalt vom Ex-Partner beanspruchen. epd

Studie: Ständige Erreichbarkeit fördert Stress und Hetze

Beschäftigte, die auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit ständig für ihren Arbeitgeber erreichbar sein müssen, stehen überdurchschnittlich häufig unter Stress. Das ist das zentrale Ergebnis der Sonderauswertung der repräsentativen Studie „Gute Arbeit“, die von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) in Auftrag gegeben wurde. Ausgewertet wurden die Angaben von 4268 Dienstleistungs-Beschäftigten. Demnach fühlen sich 65 Prozent, die in ihrer Freizeit sehr häufig oder oft für ihren Arbeitgeber erreichbar sein müssen, ebenso häufig oder oft gehetzt bei der Arbeit. Im Gesundheitswesen beträgt der Anteil 83 Prozent. Zudem geben 58 Prozent der Befragten an, zu Hause nicht richtig abschalten zu können. Unter dem Lehrpersonal beträgt dieser Anteil 86 Prozent, unter den Beschäftigten in Betreuungsberufen sind es 75 Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Arbeitgeber bezahlen nicht für die dauernde Erreichbarkeit. Tsp

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