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Schuldenkrise bremst Welthandel

Singapur/Genf - Die Euro-Schuldenkrise wird den Welthandel nach Einschätzung der WTO bis zum kommenden Jahr spürbar dämpfen. Für 2012 rechnet die Welthandelsorganisation deshalb nur noch mit einem globalen Wachstum von 2,5 Prozent. Vor fünf Monaten hatte sie noch 3,7 Prozent vorhergesagt. Für 2013 rechnet sie mit einer weltweiten Zunahme von 4,5 Prozent, nach zuvor 5,6 Prozent. Laut WTO hat vor allem die europäische Schuldenkrise die Hoffnung auf eine exportgetriebene Erholung der Weltwirtschaft zunichtegemacht. dpa

Deutsche leisten weniger

Mannheim - Die deutsche Leistungsbilanz wird wegen des demografischen Wandels in den kommenden Jahren deutlich schrumpfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die am Freitag in Mannheim veröffentlicht wurde. Durch die Alterung der deutschen Bevölkerung werde es erhebliche Veränderungen bei der Bildung von Sparkapital und bei Investitionen geben, heißt es in der in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm und im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen erstellten Erhebung. Deutschland, das derzeit wegen seiner hohen Überschüsse kritisiert werde, könnte bis 2030 keine solchen Überschüsse mehr erwirtschaften. Die Alten würden ihr Vermögen selbst aufbrauchen, statt es zu sparen oder gar zu investieren.dapd

Troika unterbricht Mission

Brüssel - Die Griechenland-Rettung ist ins Stocken geraten: Nachdem sich die Regierung in Athen noch immer nicht auf das neue Sparprogramm einigen konnte, unterbrechen die internationalen Schuldenkontrolleure jetzt ihre Mission. Die Troika-Experten von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank würden „eine kurze Pause“ machen und voraussichtlich in einer Woche wieder nach Athen zurückkehren, sagte Kommissionssprecher Simon ÒConnor am Freitag in Brüssel. Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker rechne mit einer Entscheidung über weitere Nothilfen in der zweiten Oktoberhälfte. Aus FDP-Kreisen verlautete dagegen, dies werde erst nach der US- Wahl Anfang November gelöst.dapd

Facebook beugt sich Datenschützern

Hamburg - Das soziale Netzwerk Facebook stellt nach Protesten von Datenschützern die automatische Gesichtserkennung von Nutzern in Europa ein. Facebook komme damit einer Forderung des irischen Datenschutzbeauftragten nach, heißt es aus Kreisen des Unternehmens. Alle bereits erfassten biometrischen Daten von Nutzern sollen bis zum 15. Oktober gelöscht werden. Auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte hatte am Freitag eine Anordnung erlassen, um Facebook davon abzuhalten, die biometrischen Daten seiner Nutzer ohne deren Einverständnis zu erfassen. dapd

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