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Studie: Arbeitnehmer wünschen sich mehr Zeit für Neuerungen

Viele Arbeitnehmer fühlen sich von Neuerungen im Job überfordert. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage. Im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung wurden 1005 Erwerbstätige befragt. Ein Drittel (34 Prozent) der Teilnehmer sei gelegentlich gestresst, weil ihr Chef von ihnen erwarte, dauernd auf dem neuesten Stand zu sein. Allerdings gab jeder Zweite (54 Prozent) an, diesen Druck nicht zu kennen. Sich permanent weiterzubilden, hält die Mehrheit der Befragten in ihrem Beruf für wichtig. Jeder Zweite (56 Prozent) sagt, Weiterbildung sei für seine Stelle „zwingend erforderlich“. Jeder Dritte (32 Prozent) hält Weiterbildung für hilfreich. Nur jeder Zehnte (10 Prozent) meint, darauf verzichten zu können. dpa

Urteil: Unfallversicherung greift auch bei unentgeltlicher Arbeit

Laut eines Urteils des Sozialgerichts Karlsruhe sind auch unentgeltlich Beschäftigte unter Umständen durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Wenn sie wie ein Arbeitnehmer beschäftigt sind. (Az.: S 4 U 4761/10). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin. In dem Fall war ein Mann tödlich auf einer Baustelle verunglückt. Er hatte als Bauhelfer in der Zimmerei seines Sohnes gearbeitet – unentgeltlich. Nach dem Unglück lehnte die zuständige Berufsgenossenschaft es ab, eine Witwenrente zu zahlen. Die Voraussetzungen für eine arbeitnehmerähnliche „Wie-Beschäftigung“ lägen nicht vor. Die Richter entschieden für die Witwe, da der Verstorbene – anders als bei Gefälligkeitsleistungen innerhalb der Familie – auf Baustellen fremder und damit zahlender Auftraggeber arbeitete. dpa

Dekra: Deutschland fehlen im Jahr 2022 gut 150 000 Berufskraftfahrer

In Deutschlands Logistikbranche werden nach Berechnungen des Prüfkonzerns Dekra in absehbarer Zeit mehrere Zehntausend Berufskraftfahrer fehlen. Dekra-Chef Stefan Kölbl rechnet damit, dass in den nächsten zehn Jahren rund 30 Prozent des Fahrerpersonals die Altersgrenze erreichten. Bald jeder dritte Fahrer gehe dann in Rente. Nach den Zahlen der Dekra fehlen in zehn Jahren mehr als 150 000 Brummifahrer. Die Dekra stützt sich bei ihren Angaben auf externe Studien und eigene Berechnungen. Die Organisation gehört bundesweit zu den führenden Bildungsanbietern im Bereich Transportlogistik. Nach Meinung der Dekra müssen die Betriebe dem Fachkräftemangel mit deutlich mehr Lehrstellen gegensteuern. Jährlich werden rund 15 000 neue Berufskraftfahrer ausgebildet. Um den Bestand zu halten, seien jährlich etwa 25 000 neue Kraftfahrer nötig. dpaDEKRA SE]

Studie: Weiterbildungen erhöhen Job-Chancen für Alleinerziehende

Einer Studie zufolge erhöhen berufliche Weiterbildungen für alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerinnen die Chancen auf einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt deutlich. Ihre Chancen stiegen dadurch um bis zu 19 Prozent, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter Berufung auf eine stichprobenbasierte Datenauswertung mit. Auch Ein-Euro-Jobs oder kürzere Trainingsmaßnahmen wie Bewerbungstrainings erhöhten die Chancen von alleinerziehenden Müttern auf eine Beschäftigung – wenn auch in geringerem Ausmaß. Nach der Studie des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Instituts haben vor allem Alleinerziehende, deren Kinder bereits älter als zehn Jahre alt sind, nach einer solchen Schulung bessere Aussichten auf einen Job. AFP

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