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Ergo dokumentiert Lustreisen

Düsseldorf - Nach ihren Lustreisen- Skandalen geht die Versicherungsgruppe Ergo in die Offensive: Sie schaltete am Wochenende eine Webseite mit Informationen über „Fehlverhalten und Auffälligkeiten“ bei Reisen von Vertriebsmitarbeitern frei. Danach rechneten Versicherungsvertreter mehrfach Besuche und Getränke in Striptease-Clubs ab. Ergo-Chef Thorsten Oletzky räumte ein, dass Ergo „den eigenen Ansprüchen an eine transparente Kommunikation“ nicht immer gerecht geworden sei. Ergo überprüfte bis Ende September nach eigenen Angaben „weit über“ 500 Belohnungs-Reisen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Dabei habe das Unternehmen weitere Fälle von Fehlverhalten oder „sonstigen Auffälligkeiten“ gefunden. Die Dimension der Budapest-Reise 2007 habe aber keiner der Fälle „nach Art und Umfang erreicht“. AFP

Neue Lebensmittel-Lobby

Hamburg - Die Lebensmittelbranche will sich gegen die stärker werdende Kritik von Verbraucherorganisationen wie Foodwatch wehren und hat daher laut „Spiegel“ einen neuen Lobbyverband gegründet. Im Vorstand säßen etwa die Spitzen von Nestlé und Südzucker, Gerhard Berssenbrügge und Wolfgang Heer sowie Edeka-Chef Markus Mosa. Der Verband sucht dem Bericht zufolge aber noch einen Geschäftsführer. Der Verein solle „Die Lebensmittelwirtschaft“ heißen und einen Beitrag „zur Versachlichung und Klarstellung verbraucherrelevanter Themen rund um Lebensmittel und Ernährung“ leisten, wird aus der Satzung zitiert. Ziel sei, durch „fakten- und wissenschaftsbasierte Informationen“ und glaubhafte Kommunikation das Vertrauen der Verbraucher zu verbessern. AFP

SAP hat grünes Licht für Ariba-Kauf

Walldorf/Sunnyvale - Der Software- Riese SAP hat grünes Licht aller Wettbewerbshüter für die 4,3 Milliarden Dollar (3,35 Milliarden Euro) schwere Übernahme des Cloud-Anbieters Ariba. Nach der Zustimmung auch des US-Justizministeriums soll der Deal nun in der ersten Oktober-Woche abgeschlossen werden, teilten die Unternehmen am Wochenende mit. Der im Mai angekündigte Zukauf gilt als wichtiger Schachzug im Ringen mit dem Erzrivalen Oracle. Ariba bietet Firmen Handelsnetzwerke an – etwa Plattformen für Ein- und Verkauf. Sie greifen auf sogenannte Cloud-Dienste zu, also auf zentral im Internet oder in Firmennetzwerken laufende Programme und dort gespeicherte Daten. SAP und Oracle sind derzeit beide auf einer milliardenschweren Einkaufstour im Cloud-Geschäft. dpa

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