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Lufthansa rüstet A 380 um

München - Die Lufthansa bessert wegen der Gefahr von Öldämpfen an Bord die gesamte Flotte ihres Vorzeigeflugzeugs A380 nach. Alle Exemplare des Großraumjets würden umgerüstet, sagte ein Konzernsprecher am Montag. Wie bei den meisten anderen Passagiermaschinen werde beim Airbus A380 die Luft für die Passagiere am Triebwerk angesaugt. Bei einer technischen Panne könne es passieren, dass Öl in die Atemluft gelange. Die Lufthansa reagiert damit auf eine Reihe von Vorkommnissen bei ihrem Flaggschiff. Die Triebwerke des A380 stammen vom britischen Hersteller Rolls-Royce. rtr

US-Industrie ist optimistisch

New York - Die US-Industrie hat einer Umfrage zufolge im September überraschend wieder zugelegt. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 51,5 von 49,6 Punkten, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag mitteilte. Damit kletterte das Barometer nach drei Monaten wieder über die Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Experten hatten im Schnitt nur mit einem minimalen Anstieg auf 49,7 Punkte gerechnet. Erstmals seit Mai stiegen die Neuaufträge wieder, zudem legte die Beschäftigung zu. rtr

14 000 Schlecker-Frauen suchen

Nürnberg/Ehingen - Von den ursprünglich 23 300 arbeitslos gemeldeten früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen sind bundesweit noch immer 14 000 auf Arbeitssuche. Eine neue Stelle hätten bis Ende September 7100 gefunden, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag mit. Dies sind 1200 mehr als noch Ende August. Weitere 2100 hätten sich aus anderen Gründen, etwa wegen Krankheit, Rentenbezug oder aus familiären Gründen nicht länger arbeitslos gemeldet. Viele der noch unvermittelten Schlecker-Beschäftigten sind nach Informationen aus dem BA-Verwaltungsrat älter als 50 Jahre, haben keine abgeschlossene Ausbildung oder sind alleinerziehend. dpa

Milliardenstreit um finnisches Akw

Helsinki - Im Streit um die Verzögerungen beim Bau des ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Finnland hat der finnische Stromversorger TVO 1,8 Milliarden Euro Schadensersatz vom Konsortium um den französischen Atomkonzern Areva und seinen deutschen Partner Siemens verlangt. TVO sei durch die Verzögerungen ein Schaden in dieser Höhe entstanden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bislang hatte TVO die Zusatzkosten und die bisher angefallenen Verluste auf 1,4 Milliarden Euro beziffert. TVO und das Konsortium aus Areva und Siemens werfen sich gegenseitig vor, an der Verspätung beim Bau des neuen Vorzeige-Atomreaktors im finnischen Olkiluoto schuld zu sein. AFP

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