NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Unzufrieden: Jeder Zehnte kann seine Stärken nicht einbringen

Rund jeder Zehnte kann seine Charakterstärken im Beruf nicht einbringen und ist deshalb unzufrieden. Das geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor. Danach sagten von den 1100 befragten Berufstätigen 126, sie könnten ihre Stärken überhaupt nicht nutzen. Als Charakterstärken zählten etwa Führungsstärke oder Humor, erklärt Claudia Harzer von der Universität Zürich. Diese Befragten waren auch am unzufriedensten mit ihrem Job. Je mehr Charakterstärken die Arbeitnehmer einbringen konnten, desto zufriedener waren sie. Allerdings sind einige Charaktereigenschaften für den Beruf besser zu gebrauchen als andere. Ehrlichkeit, Lernfreude oder Kreativität beurteilten die Befragten eher positiv. Auf einer Skala von 1 bis 5 gaben sie beispielsweise der Ehrlichkeit eine 4,1, der Lernfreude eine 3,9 und der Kreativität eine 3,6. Schlechter schnitten zum Beispiel die Fähigkeit, dankbar zu sein, mit 3,25 und die Religiosität ab: Letztere kam sogar nur auf eine 1,9. dpa

Das Büro der Zukunft: hell, ruhig

und ein Platz zum Schlafen

In einer Studie des Businessnetzwerks LinkedIn bestimmen Fach- und Führungskräfte ihren Arbeitsplatz der Zukunft. In der Umfrage hat LinkedIn weltweit über 7000 Arbeitnehmer – 420 davon in Deutschland – nach ihrem „Traumarbeitsplatz“ befragt: Welche Technologien und Rahmenbedingungen wünschen Sie sich für die Zukunft? Die Studie zeigt: 37 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte bevorzugen einen Arbeitsplatz, der frei ist von künstlichen Lichtquellen. Auf Platz zwei folgt der Traum von einer imaginären „Stummtaste“, die alle Gespräche der Arbeitskollegen auf lautlos stellt (21 Prozent). Auf den dritten Platz haben die deutschen Fach- und Führungskräfte einen „ruhigen Ort im Büro, der für ein kurzes Nickerchen geeignet ist“ gewählt (19 Prozent). Auch weltweit steht ein Schlafplatz im Büro mit 22 Prozent auf Platz drei der Wunschliste. Der international am häufigsten genannte Traum ist allerdings „ein Assistent, der bei der täglichen Arbeit zur Hand geht". In Deutschland belegt dieser Wunsch lediglich den vierten Platz. Tsp

Umfrage: Unternehmen tun

zu wenig für Familien

Unternehmen in Deutschland tun einer Umfrage zufolge noch immer zu wenig für Familien. Nur acht Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer mit Kindern fühlen sich ausreichend dabei unterstützt, Zeit für die Familie zu finden. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung A.T. Kearney unter knapp 1800 Mitarbeitern aus mehr als 400 Unternehmen hervor. Defizite gibt es demnach nicht nur bei Arbeitszeit, Auszeiten und Weiterbildung in der Elternzeit. Kritisiert wurden auch eine ausgeprägte Präsenzkultur in Unternehmen sowie unzureichende Informationen über bestehende Programme. Teilzeit bleibt der Umfrage zufolge der Karriere-Killer Nummer eins. Unternehmen müssten alles daran setzen, die sogenannte Rush-Hour des Lebens zu entzerren,heißt es. In dieser Lebensphase stehen für die Generation der 25- bis 40-Jährigen die wichtigsten Entscheidungen an – häufig zum Nachteil der Familie. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar