NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EZB will Geld einsammeln

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) will dem Geldmarkt 209,5 Milliarden Euro entziehen, um die Inflationsgefahren trotz des Erwerbs von Staatsanleihen einzudämmen. An diesem Dienstag solle eine entsprechende Operation anlaufen, teilte die EZB am Montag mit. Sie entspricht dem Volumen jener Staatsanleihen, die die Eurosystem-Zentralbanken bislang gekauft hatten und die sich noch in ihrer Bilanz befinden. Seit Mai 2010 hatte die EZB Anleihen von Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien am Markt gekauft. Unter dem alten Programm sollen keine Staatsanleihen mehr gekauft werden. dapd

Cyberverbrechen kosten Millionen

Böblingen - Datendiebstahl, Computerviren und Web-Attacken verursachen in einem deutschen Großunternehmen nach einer Studie von Hewlett-Packard jährlich einen Schaden von durchschnittlich 4,8 Millionen Euro. Deutschland liegt damit zwischen den USA (6,9 Millionen) und Japan (3,9 Millionen), wie das IT-Unternehmen am Montag mitteilte. Pro Woche gibt es in den für die Studie untersuchten Unternehmen und Behörden 1,1 erfolgreiche Angriffe – verglichen mit 1,8 in den USA. Für Deutschland wurde die Erhebung in diesem Rahmen zum ersten Mal vorgenommen. dpa

Billiger zum Ballermann

Duisburg/Mallorca - Deutschlands viertgrößter Reiseveranstalter Alltours will seine Preise im Sommer 2013 im Durchschnitt stabil halten. Während Urlauber auf Mallorca, in Bulgarien und Griechenland auf günstigere Preise hoffen könnten, würden die Preise für Fernreiseziele wegen des gestiegenen Dollarkurses leicht angehoben, teilte Alltours-Chef Willi Verhuven am Montag mit. Auf den Kanaren bewegten sich die Preise auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnte Alltours seinen Umsatz um 5,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro erhöhen. Die Zahl der Gäste stieg um 5,1 Prozent auf 1,75 Millionen. dpa

Finanzsteuer: Einer fehlt noch

Luxemburg - Kurz vor Beratungen der europäischen Finanzminister zur umstrittenen Finanztransaktionsteuer gibt es neue Unruhe. Diplomaten berichteten am Montag am Rande des Euro-Finanzministertreffens in Luxemburg, bisher wollten acht Länder mitziehen, darunter Deutschland und Frankreich. Für eine sogenannte verstärkte Zusammenarbeit sind mindestens neun Länder nötig. In Deutschland hatte sich die schwarz- gelbe Koalition mit SPD und Grünen geeinigt, sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa bis Ende 2012 stark zu machen. Mit der neuen Steuer soll der Finanzsektor an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden. Geplant ist, den Handel mit Anleihen und Aktien mit einem Mindestsatz von 0,1 Prozent zu belasten. dpa

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