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Stress im Job: Länger bleiben ist besser als Arbeit mitnehmen



Bei Stress im Job sollten Berufstätige lieber länger im Büro bleiben, als Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Denn stapeln sich zu Hause die Jobunterlagen, kreisen die Gedanken bald auch privat nur noch um die Arbeit, warnt der Mediziner Lars Job vom Tüv Rheinland. Dann werde es für Arbeitnehmer schwierig, am Feierabend abzuschalten. Besser sei es, die Arbeit im Büro zu erledigen - auch wenn das manchmal bedeutet, bis spätabends zu bleiben. Denn abschalten sei einfacher, wenn mit dem Schließen der Bürotür die Freizeit beginne. dpa

Chef lobt zu wenig: Mitarbeiter sollten ersten Schritt machen

Dank für die geleistete Arbeit oder ein Lob für das gestemmte Projekt? Viele Arbeitnehmer haben von ihren Chefs in puncto Anerkennung nicht viel zu erwarten. Die Folge sind nicht selten Frustration und Wut bei den Mitarbeitern, hat die Psychologin und Karriereberaterin Juliane Dreisbach aus Freudenberg bei Siegen beobachtet. Doch statt auf die Anerkennung des Vorgesetzten zu warten, sollten Mitarbeiter lieber selbst aktiv werden. „Der Vorgesetzte ändert sich sowieso nicht. Der Frust führt zu nichts“, sagt die Expertin. Sie empfiehlt, sich die fehlende Anerkennung selbst zu geben. Arbeitnehmer könnten jeden Abend einen Moment kurz innehalten und überlegen, was sie geschafft haben. Um das Klima im Büro langsam zu verändern, sei es gut, Kollegen oder sogar den Chef für gut gelöste Aufgaben einmal zu loben. So verändere sich langsam die Stimmung in der Abteilung – und möglicherweise steige irgendwann sogar der Chef auf die neuen Umgangsformen ein. dpa

Studie: Selbstbewusste Kollegen sind ehrlicher bei Kritik

Wer unsicher ist, tut sich mit Kritik an anderen Teamkollegen schwer. Dies ist das Ergebnis einer Studie von zwei australischen Forschern. Eine unsichere Person möchte die Sympathie der anderen nicht riskieren, indem sie deren Leistungen beanstandet, heißt es in der Novemberausgabe der Zeitschrift „Psychologie heute“. Berufstätige geben daher besser nicht zu viel auf Lob von unsicheren Kollegen. In der Studie sollten 263 Studenten Feedback zum Aufsatz eines Kommilitonen geben. Vorher mussten die Teilnehmer einen Fragebogen zu ihrem Selbstwertgefühl beantworten. Anschließend erhielten sie manipulierte Information darüber, wie selbstbewusst oder empfindlich der Autor sei. Das Selbstbewusstsein des Textautors hatte offenbar keine Auswirkungen auf das Feedback. Ausschlaggebend bei der Bewertung war das Selbstbewusstsein der Probanden: Jene, die angegeben hatten, wenig Selbstwertgefühl zu besitzen, zeigten sich besonders vorsichtig und zurückhaltend. Personen mit einem gesunden Selbstbewusstsein bewerteten den Text hingegen offen negativ. dpa

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