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Sparkurs von Philips rechnet sich



Amsterdam - Für den niederländischen Elektronik-Konzern Philips zahlt sich die Radikalkur unter neuer Führung aus. Der von Firmenchef Frans van Houten nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr angestoßene Sparkurs sowie der umfassende Konzernumbau ließen das Geschäft im dritten Quartal in neuem Glanz erstrahlen: Dank höherer Umsätze in der Medizintechnik-, Leuchten- sowie der Haushaltsgeräte-Sparte habe sich der Nettogewinn mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Erste Erfolge zeigten sich in der ersten Jahreshälfte, nachdem Philips 2011 noch einen Milliardenverlust verbucht hatte. Im dritten Quartal übertraf der Konzern nun zum dritten Mal in Folge die Erwartungen von Experten: Der Nettogewinn lag bei 170 Millionen Euro, der Umsatz betrug 6,1 Milliarden Euro. rtr

Raucher steigen auf Drehtabak um

Wiesbaden - Deutschlands Raucher schauen aufs Geld und greifen häufiger zum billigeren Drehtabak. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, wurden im dritten Quartal 3,7 Prozent weniger Zigaretten versteuert als vor einem Jahr. Bei Feinschnitt verzeichneten die Statistiker dagegen ein Plus von 12,2 Prozent. Insgesamt stieg der Tabakabsatz leicht an. Im dritten Quartal wurden Tabakwaren im Verkaufswert von 6,5 Milliarden Euro versteuert – ein Plus von 58 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. 3,8 Milliarden Euro Steuereinnahmen flossen an den Staat.dpa

Japans Exporte brechen ein

Tokio - Der Inselstreit mit dem wichtigsten Kunden China sowie die Euro-Krise haben zu einem Einbruch der japanischen Exporte geführt. Im September setzten die Unternehmen im Ausland 10,3 Prozent weniger ab als im Vorjahresmonat, teilte das Finanzministerium am Montag in Tokio mit. Das war der vierte Rückgang in Folge und zugleich der stärkste seit Mai 2011, als die Folgen des Jahrhundert-Tsunamis die japanische Wirtschaft lähmten. Damit droht der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt der Rückfall in die Rezession. Ein Grund für die schlechten Geschäfte ist die anti-japanische Stimmung in China. Die Exporte in die Volksrepublik – seit 2009 der wichtigste Absatzmarkt – gingen um 14,1 Prozent zurück. Die Ausfuhren in die krisengeschüttelte Europäische Union fielen sogar um 21,1 Prozent. rtr

Post baut größtes Paketzentrum

Bonn - Die Deutsche Post will im hessischen Obertshausen das nach Firmenangaben größte Paketzentrum Deutschlands bauen. Pro Stunde sollen, in dem für einen zweistelligen Millionenbetrag errichteten 40 000 Quadratmeter großen Gebäude, 50 000 Sendungen sortiert werden, wie der Konzern am Montag mitteilte. Der Neubau in der Nähe von Frankfurt am Main sei Teil einer Gesamtinvestition von 750 Millionen Euro, mit der die Post ihr Paketnetzwerk modernisieren und ausbauen wolle. Das Unternehmen profitiert derzeit vom boomenden Internethandel. dapd

Produktfälschungen schaden Italien Rom - Produktfälschungen machen in Italien einen Jahresumsatz von knapp sieben Milliarden Euro aus und entziehen dem Land Wertschöpfung von mehr als fünf Milliarden Euro. Das geht aus einer am Montag in Rom veröffentlichten Studie des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung mit dem Forschungsinstitut Censis hervor. Dies entspreche etwa 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) Italiens, sagte Censis-Chef Giuseppe Roma. Dem Staat entgingen Milliarden an Steuern, und diese Produktion entspreche 110 000 Arbeitsplätzen. dpa

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