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UBS könnte 10 000 Stellen kappen

New York - Die Schweizer Großbank UBS will einem Insider zufolge bis zu 10 000 ihrer 60 000 Arbeitsplätze abbauen. Das Vorhaben werde wahrscheinlich bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag bekannt gegeben, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Freitag. Erwartet werde, dass Stellen global und quer durch alle Bereiche abgebaut würden. Der Großteil werde dabei wohl auf die Investmentsparte entfallen. Der UBS machen sinkende Einnahmen und höhere Kapitalanforderungen zu schaffen. Die „Financial Times“ berichtete, mit den Stellenstreichungen gehe eine Spaltung der Investmentsparte einher. UBS-Konzernchef Sergio Ermotti hatte vor kurzem noch dementiert, dass die Bank einen Stellenabbau in dieser Größenordnung plant. rtr

Praktiker streicht Weihnachtsgeld

Hamburg - Die Beschäftigten der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker beteiligen sich durch eine fünfprozentige Kürzung der Jahreseinkommen an der Sanierung des Unternehmens. Ein entsprechender Tarifvertrag sei am Freitagabend mit der Gewerkschaft Verdi abgeschlossen worden, teilte die Praktiker AG am Samstag mit. Erzielt werden die Einsparungen demnach in erster Linie durch Reduzierung oder Streichung des Weihnachtsgelds sowie tariflicher und betrieblicher Prämien. Damit sollen die Personalkosten in Deutschland von 2012 bis 2014 jährlich um 17,3 Millionen Euro gesenkt werden. Praktiker hatte auch im dritten Quartal 2012 einen Verlust von gut 32 Millionen Euro vor Steuern eingefahren.dpa

Bankia macht Milliardenverlust

Madrid - Das marode spanische Geldinstitut Bankia steckt tief in den roten Zahlen. In den ersten neun Monaten des Jahres beliefen sich die Verluste der verstaatlichten Bank auf den Rekordwert von 7,05 Milliarden Euro, wie spanische Medien am Samstag berichteten. Hintergrund seien die Rückstellungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro zur Sanierung der faulen Immobilienkredite. Diese Zahl entspreche 75 Prozent der erforderlichen Rücklagen. Allein im dritten Quartal verzeichnete das Geldinstitut einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro. Die Verluste für 2012 werden insgesamt auf zehn Milliarden Euro geschätzt. Die Kernkapitalquote lag Ende September bei 4,7 Prozent, weit unter dem erforderlichen Minimum von acht Prozent. Der Zusammenbruch von Bankia hatte im Mai die tiefe spanische Bankenkrise ausgelöst. dpa

Reebok kündigt mehr Umsatz an

Düsseldorf/Herzogenaurach - Die schwächelnde Adidas-Tochter Reebok soll im kommenden Jahr wieder auf die Beine kommen. „Die Bestellungen für 2013 sehen gut aus“, sagte der neue Chef des US-Sportartikelherstellers, Matt O’Toole, der „Wirtschaftswoche“. „Wir rechnen für 2013 bereits wieder mit spürbarem Wachstum.“ Im ersten Halbjahr 2012 waren die Reebok-Umsätze weltweit noch um 16 Prozent gesunken. „Unser Geschäft mit Trainingsbekleidung und Schuhen wächst in diesem Jahr zweistellig, Lifestyle-Produkte legen ebenfalls zu“, sagte O’Toole. Vor sechs Jahren hatte Adidas die US-Firma für 3,1 Milliarden Euro gekauft, um in Nordamerika stärker präsent zu sein und näher an Weltmarktführer Nike heranzurücken. dpa

Hitachi will britische Akw-Firma

Tokio/London/Düsseldorf - Der japanische Industriekonzern Hitachi steht Insidern zufolge vor einer Übernahme der britischen Akw-Firma von Eon und RWE. „Hitachi hat das beste Angebot vorgelegt und hat gute Chancen, Horizon zu erhalten“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person aus dem Kreis des Konsortiums Horizon Nuclear Power am Samstag. Von Hitachi war keine Stellungnahme zu erhalten, er hatte aber bestätigt, er habe ein Angebot für Horizon vorgelegt. Eon lehnte eine Stellungnahme ab. RWE bekräftigte, dass der Prozess in der abschließenden Phase sei. RWE und Eon hatten auf der Insel jeweils rund 250 Millionen Euro in Grundstücke investiert. Vor gut einem halben Jahr zogen sich die in Deutschland durch die Atomwende unter Druck geratenen Versorger von dem geplanten Bau neuer Meiler zurück. rtr

Erfinder kritisieren Förderung

Berlin/Nürnberg - Menschen mit innovativen Ideen werden nach Ansicht des Deutschen Erfinderverbands nicht genug gefördert. Das Beratungsangebot für den Erfindernachwuchs werde immer weiter ausgedünnt, sagte das Vorstandsmitglied des Verbands, Eberhard Kübel. Bislang habe es Beratung an bundesweit 35 Standorten gegeben. Künftig sei dies nur noch an 20 Stellen möglich, weil die Fördergelder des Bundes gestrichen worden seien. „Insgesamt gibt es bei uns nicht zu wenig Ideen“, sagte Kübel im Vorfeld der Nürnberger Erfindermesse IENA (1. bis 4. November). „Jedoch werden zu wenige Ideen praktisch umgesetzt.“ dapd

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