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Industrie muss vielleicht doch zahlen



Düsseldorf - Stromfressende Unternehmen aus der Chemiebranche, der Metallerzeugung und der Zementindustrie müssen nach einem Gerichtsurteil um milliardenschwere Vorteile fürchten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf äußerte am Mittwoch Zweifel, ob die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Stromnetzentgelten rechtens ist. Die Bundesregierung könnte den Mangel aber mit einer Neuregelung ausräumen. Im Gegensatz zu anderen Stromkunden müssen bestimmte Großverbraucher sich mit ihrer Stromrechnung nicht an den Netzkosten beteiligen. Laut Bundesnetzagentur dürften die Betriebe damit um rund 1,1 Milliarden Euro entlastet werden. rtr

Toyota ruft Millionen Autos zurück

Tokio/Köln - Erneut muss der weltgrößte Autohersteller Toyota Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Diesmal sind 2,77 Millionen Autos von 13 verschiedenen Modellen betroffen, darunter auch das Hybridmodell Prius. Grund seien unter anderem Probleme mit der Steuerung. In Deutschland geht es um 60 995 Fahrzeuge, davon 40 440 Avensis des Produktionszeitraums August 2002 bis Oktober 2008, 4050 Corolla (Juli 2001 bis März 2004) und 16 505 Prius II (Juni 2003 bis März 2009). Toyota hat in den vergangenen Jahren millionenfach Autos zurückrufen müssen. dpa

Arbeitslos und nicht versichert

Genf - Fast 40 Millionen Menschen weltweit sind seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 arbeitslos geworden. Von ihnen hatten 34,4 Millionen keine Arbeitslosenversicherung, wie die Internationale Arbeitsorganisation (Ilo) in Genf mitteilte. Damit seien mehr als 86 Prozent der seit 2008 arbeitslos gewordenen Menschen „von heute auf morgen ohne reguläres Einkommen“ gewesen, hieß es. Weltweit haben laut Ilo mehr als 70 Prozent aller Arbeitnehmer keine gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Entsprechende Systeme gebe es in 72 meist wohlhabenden Ländern. AFP

Bobby-Car-Firma will Märklin kaufen

München - Der Bobby-Car-Hersteller Simba-Dickie will die Modelleisenbahn- Firma Märklin übernehmen. Eine Firmensprecherin bestätigte entsprechende Berichte, wonach die Fürther Spielwaren- Gruppe mit dem früheren Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta verhandelt. Eine Absichtserklärung über den Kauf sei bereits unterschrieben. Zum angebotenen Kaufpreis äußerte sich die Sprecherin nicht. Märklin gehört mehrheitlich den Gläubigerbanken, darunter Goldman Sachs und der BW-Bank. dapd

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