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Bei Fernlehrgängen

auf Widerrufsrecht achten



Vor Buchung eines Fernlehrgangs sollten Verbraucher im Vertrag das Widerrufsrecht kontrollieren. Dazu rät die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht. Denn nicht immer wird die gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsfrist gewährt. Diese ermöglicht es Teilnehmern, den Vertrag für einen Fernlehrgang ohne Angabe von Gründen innerhalb von zwei Wochen zu widerrufen. Die Frist beginnt, wenn die ersten Materialien beim Teilnehmer angekommen sind und er eine Abschrift der Vertragsurkunde hat. Nach dem Widerruf sind die Teilnehmer verpflichtet, die Lehrmaterialien zurückzusenden. Die Kosten dafür trägt der Veranstalter. Außerdem muss der Anbieter innerhalb von 30 Tagen bereits kassierte Gebühren zurückzahlen. dpa

Immer mehr Menschen

lernen von Zuhause aus

Immer mehr Menschen machen ein Fernstudium: 2011 waren 133 000 Personen in einem Fernstudiengang immatrikuliert. Das hat der Fachverband Forum DistancE-Learning in Hamburg ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von zwölf Prozent. Im Fünfjahresvergleich stieg die Zahl der Fernstudenten sogar um 77 Prozent: 2007 waren nur 74 938 Menschen in einem Fernstudiengang eingeschrieben. Die Mehrheit (115 000) studiert an einer Fernhochschule, nur eine Minderheit (18 000) ist an einer Präsenzhochschule mit Fernstudienangeboten immatrikuliert. Werden auch andere Fernunterrichtsangebote wie Weiterbildungen mitgezählt, haben 382 000 Menschen daran teilgenommen. Am beliebtesten waren Fernlehrgänge zum Thema Wirtschaft. Auch Angebote zu Freizeit- und Gesundheitsthemen standen hoch im Kurs. Das galt auch für Fernunterricht, der auf einen Schulabschluss vorbereitet. dpa

Fachkräftebedarf in Deutschland

auf neuem Rekordhoch

Der Fachkräftebedarf in Deutschland erreicht Rekordhöhen, führt aber noch nicht zu Problemen wie im Boomjahr 2000. Jeder zwölfte Betrieb (acht Prozent) konnte im ersten Halbjahr 2011 freie Fachkräftestellen nicht besetzen, wie aus einer Studie des IAB-Instituts der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Im Jahr 2000 konnte jeder zehnte Betrieb nicht die passende Fachkraft finden. Auf eine drohende Verschärfung des Engpasses reagieren die Firmen laut Studie damit, dass sie ältere Beschäftigte länger halten, häufiger Lehrlinge übernehmen und mehr Beschäftigten Weiterbildung ermöglichen.

Der Fachkräftebedarf übertraf demnach 2011 den Höchststand des Boomjahres 2000. Gut jede fünfte Stelle (22 Prozent) war unbesetzt, im Jahr 2000 war jede vierte frei (26 Prozent). Im ersten Halbjahr 2011 seien rund 1,8 Millionen Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, Hochschul- oder Fachhochschulabschluss gesucht worden – etwa 400 000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig stieg die Zahl neu eingestellter Fachkräfte um fast 300 000 auf gut 1,4 Millionen. Die Zahl von rund 410 000 unbesetzten Fachkräftestellen verdoppelte sich demnach im Vergleich zum Krisenjahr 2009, lag aber unter den rund 460 000 unbesetzten Stellen im Jahr 2000. reu

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