NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Lebensmittelbranche ignoriert Kritik

Berlin - Auf öffentliche Kritik an seinen Produkten reagiert nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch jeder dritte Lebensmittelhersteller nur mit Alibiveränderungen. Ein Drittel der kritisierten Unternehmen ignoriere die Kritik, ein weiteres Drittel gehe tatsächlich auf die Beschwerden ein, erklärte Foodwatch am Sonntag. Fünf Jahre nach dem Start der Kampagne abgespeist.de gegen irreführende Werbepraktiken der Lebensmittelindustrie sei Verbrauchertäuschung immer noch auf der Tagesordnung, kritisierte Oliver Huizinga, der für die Kampagne verantwortlich ist. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) müsse die „eklatanten Gesetzeslücken“ schließen und stärker gegen Verbrauchertäuschung vorgehen, forderte er weiter. AFP

Mercedes prüft Niederlassungsnetz

Oberpfaffenhofen - Der Stuttgarter Autokonzern Daimler will offenbar die Zahl seiner Handelsniederlassungen in Deutschland verringern. „Wir wollen nachhaltig wettbewerbsfähige Niederlassungen. Dabei stehen einzelne Standorte auf dem Prüfstand“, sagte der Chef des Mercedes-Benz-Vertriebs in Deutschland, Harald Schuff, dem Branchendienst „Automobilwoche“. Mercedes hat dem Bericht zufolge 34 Niederlassungen in Deutschland mit 139 Standorten. Sie gelten wegen der höheren Kosten durch die Konzernzugehörigkeit als weniger profitabel als das Händlernetz. Die 15 000 Mitarbeiter hatten 2008 Zugeständnisse bei Gehalt und Arbeitszeiten gemacht. Im Gegenzug verzichtet Mercedes bis Ende 2017 auf betriebsbedingte Kündigungen. Außerdem dürfen bis Ende 2015 keine Niederlassungen ganz verkauft werden, einzelne Standorte können aber abgegeben werden. dapd

AWO will Mindestlöhne einhalten

Bonn - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht mit gutem Beispiel voran und hat sich zum Abschluss ihres Bundeskongresses eine strenge Selbstverpflichtung auferlegt. „Die AWO muss sich sowohl als Arbeitgeberin als auch als Anbieterin sozialer Dienste an ihre Werte binden und sich daran messen lassen“, erklärte Präsident Wilhelm Schmidt am Sonntag in Bonn. Die AWO verpflichtet sich zur vollständigen Tarifgebundenheit aller Beschäftigten und zur Einhaltung von Mindestlöhnen als Lohnuntergrenze. Für einen strikt reglementierten Einsatz von Leiharbeitern gilt künftig der Grundsatz: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. dpa

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