NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Tickets im Nahverkehr werden teurer



Berlin - Viele Nahverkehrskunden müssen ab 1. Januar höhere Fahrpreise zahlen. „Vor allem Energie-, Sprit- sowie Personalkosten sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen“, sagte der Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Lars Wagner, der „Bild“-Online. „Deshalb müssen die Betreiber von Bus und Bahn diese Mehrkosten anteilig an die Fahrgäste weitergeben.“ Bereits in diesem Jahr seien die Preise bundesweit um durchschnittlich 3,5 Prozent gestiegen. dapd

EU kämpft gegen Adresshändler

Brüssel - Die EU-Kommission will betrügerische Adresshändler ausbremsen. Jedem Unternehmen in Europa entsteht nach Berechnungen der Brüsseler Behörde ein jährlicher Schaden von 1000 bis 5000 Euro. So verschickten manche Adressbuchfirmen beispielsweise Formulare zur Aktualisierung von Unternehmensdaten und stellten später unerwartet Gebühren in Rechnung. Solche irreführenden Praktiken will die Kommission künftig verbieten und härtere Strafen durchsetzen. EU-Justizkommissarin Viviane Reding kündigte Gesetzesvorschläge für das kommende Jahr an. dpa

Arbeitslosenzahl in Frankreich steigt Paris - Die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich ist auf den höchsten Stand seit 14 Jahren gestiegen. Ende Oktober waren in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft 3,103 Millionen Menschen auf Jobsuche, wie das Arbeitsministerium in Paris mitteilte. Dies entsprach einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat und einem Zuwachs um 10,6 Prozent im Vergleich zum Oktober 2011. Die Krise auf dem Arbeitsmarkt belastet mittlerweile auch den neuen sozialistischen Präsidenten François Hollande. Er verlor in Umfragen zuletzt deutlich an Zustimmung und steht unter Druck, möglichst schnell tiefgreifende Reformen des Arbeitsmarktes durchzuführen. dpa



Studie rügt Handyproduktion

Siegburg - Das Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene kritisiert Missstände in der Produktionskette von Mobiltelefonen. Besonders schlecht seien die Arbeitsbedingungen beim Abbau von Kobalt, das für die Herstellung von Akkus gebraucht werde, teilte das Institut am Dienstag in Siegburg mit. Probleme gebe es auch bei der Gewinnung von Tantal, Kupfer und Aluminium. Die Probleme bei der Herstellung von Handys beschränkten sich aber nicht auf soziale Missstände, hieß es in der Studie. Es gebe auch erhebliche ökologische Risiken. Auf die Kritik angesprochen verweisen die Hersteller laut Südwind auf komplexe Beschaffungsketten. So bestehe ein Mobiltelefon aus bis zu 60 Stoffen, der größte Teil davon Metalle. Diese würden aus Erzen gewonnen, die aus verschiedenen Staaten stammen könnten. KNA

Lufthansa-Beschäftigte wollen mehr

Frankfurt am Main - Die Gewerkschaft Verdi fordert für mehr als 50 000 Beschäftigte der Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld. Zudem hat sich die Tarifkommission am Dienstag in Frankfurt für eine noch unbezifferte Gewinnbeteiligung und eine Beschäftigungssicherung ausgesprochen, berichtete eine Sprecherin. Der aktuelle Tarifvertrag endet am 31. Januar 2013, die erste Verhandlungsrunde ist zwei Wochen zuvor angesetzt. Die Forderung sei angesichts der soliden wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns angemessen, erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle. Wegen des Sparprogramms benötigten die Leute zudem Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Zuletzt hatte sich Lufthansa mit der Kabinengewerkschaft Ufo geeinigt und verhandelt aktuell mit ihren Piloten. dpa

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