NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Juncker legt Amt nieder

Brüssel - Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker will seinen Posten an der Spitze des Gremiums in den kommenden Wochen abgeben. Er habe seine Kollegen darüber informiert, dass er das Amt Ende des Jahres 2012 oder zu Beginn des kommenden Jahres abgeben wolle, sagte der luxemburgische Regierungschef nach einem Treffen der Euro-Finanzminister am Montagabend. „Ich habe meine Kollegen gebeten, sich um meine Nachfolge zu kümmern.“ Juncker hatte im Juli ein neues zweieinhalbjähriges Mandat erhalten, das er aber spätestens „zu Beginn des kommenden Jahres“ abgeben wollte. Zuvor hatte es monatelange Diskussionen um die Besetzung des Postens und somit die Führung des wichtigsten Gremiums der Eurozone im Kampf gegen die Schuldenkrise gegeben. Juncker kündigte mehrfach an, die Führung des Gremiums abzugeben. AFP

Ex-Arbeitgeberchef festgenommen

Madrid - Der frühere spanische Arbeitgeberpräsident Gerardo Díaz Ferrán ist wegen Betrugsverdachts festgenommen worden. Die Ermittler legten dem 70-jährigen Unternehmer betrügerischen Bankrott, Unterschlagung und Geldwäsche zur Last, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Montag unter Berufung auf Justizkreise. Díaz Ferrán war von mehreren Hotel- und Reisekonzernen anzeigt worden wegen des Vorwurfs, als Miteigentümer des angeschlagenen Tourismusunternehmens Viajes Marsans Vermögenswerte in Millionenhöhe beiseitegeschafft zu haben, damit die Gelder nicht in die Hände von Gläubigern gerieten. Viajes Marsans soll den Klägern 45 Millionen Euro schulden. dpa

Lufthansa nennt Sparziele

Frankfurt am Main - Die Lufthansa hat auf ihrem Sparkurs nun auch Vorgaben für die noch profitable Langstrecke gemacht. Die Stückkosten sollen in den kommenden drei Jahren um zehn Prozent sinken, hat das Management der Kerngesellschaft Lufthansa Passage in der Mitarbeiterzeitschrift „Lufthanseat“ vorgegeben. Dafür soll die Abwicklung der Flüge an zahlreichen Stellschrauben optimiert werden. Konkret nannte die Lufthansa unter anderem das Treibstoff-Management und eine verkleinerte Reserveflotte. Bei den Lieferanten und Dienstleistern solle nachverhandelt werden. Im Europaverkehr spart die Lufthansa durch Verkehrsverlagerungen auf ihre Tochter Germanwings. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben