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Berliner NSN-Standort bedroht

Düsseldorf - Der deutsch-finnische Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) könnte nach dem Aus für seine Service-Tochter und der Schließung der Niederlassung in Bruchsal im kommenden Jahr weitere Standorte in Deutschland schließen oder verkaufen. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ ist vor allem der Standort Berlin mit 1000 Arbeitsplätzen bedroht. Hiervon zählen rund 800 zu den Geschäftsbereichen optische Netzwerke und Business Support Systems, die NSN verkauft hat. „Bei nur noch 200 verbleibenden Arbeitsplätzen würde über jedem Standort das Damoklesschwert schweben“, sagte der NSN-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Clemens Suerbaumt. NSN bereitet nach Informationen des Magazins auch die Ausgliederung großer Teile der IT vor. Hier sollen 150 der insgesamt 200 Beschäftigten an einen Dienstleister gehen. Die besten Aussichten, zum Zuge zu kommen, hat dem Vernehmen nach der Essener Outsourcing-Anbieter Atos. Tsp

Opel-Werk Bochum vor dem Aus

Bochum - Das Opel-Werk in Bochum mit derzeit mehr als 3000 Beschäftigten steht endgültig vor dem Aus. Die Geschäftsleitung habe den Arbeitnehmervertretern vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass nach 2016 keine Fahrzeuge in Bochum mehr gefertigt werden sollen, sagte Betriebsratschef Werner Einenkel am Samstag und bestätigte damit Angaben des Westdeutschen Rundfunks. Zwar liefen noch Gespräche mit der Landesregierung über Alternativen, doch diese würden zusätzlich erschwert durch die geplante Schließung des Getriebewerkes im kommenden Jahr. „So ernst und bedrohlich war die Lage noch nie“, sagte er. Am Montag will der Betriebsrat die Beschäftigten informieren. dpa

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