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150 Banken senken Dispozinsen

Berlin - Mindestens 150 Banken in Deutschland haben nach Angaben der Stiftung Warentest in den vergangenen Wochen ihren Zinssatz für Dispositionskredite gesenkt. Bei 200 anderen seien die Dispozinsen im Vergleich zu Anfang September nicht geändert worden, berichtete die Zeitschrift „Finanztest“ in ihrer jüngsten Ausgabe. Im Oktober hatte das Magazin einen Dispozinsvergleich von mehr als 1500 Banken und Sparkassen veröffentlicht. Die 350 Kreditinstitute mit einem Dispozins von 12,5 Prozent und mehr wurden nun nochmals überprüft. Die Ermäßigungen lagen laut „Finanztest“ meist unter einem Prozentpunkt. Zwei Volksbanken senkten den Dispozins um 3,55 Prozentpunkte. dpa

Unister-Manager verhaftet

Leipzig - Bei einer Razzia gegen das Leipziger Internet-Unternehmen Unister sind zwei Manager festgenommen worden. Gegen die beiden Männer sei am Dienstag Haftbefehl erlassen worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden. Ihnen werden illegale Versicherungsgeschäfte und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen. Fahnder des Landeskriminalamtes durchsuchten den Unister-Hauptsitz in Leipzig sowie rund 20 Wohnungen und Büros im Bundesgebiet. Sie beschlagnahmten Computer und Akten. Insgesamt wird gegen acht Mitarbeiter aus der Unister-Führung wegen des Verdachts ermittelt, unerlaubt Versicherungen vertrieben zu haben. Zudem seien für diese Geschäfte keine Versicherungssteuern abgeführt worden, hieß es. dpa

Drei Festnahmen im Libor-Skandal

London - In die Aufklärung des Libor-Skandals kommt Bewegung. In Großbritannien nahm die Ermittlungsbehörde für besonders schwere Betrugsfälle (Serious Fraud Office) drei Männer fest, die unter Verdacht stehen, den Referenzzinssatz Libor manipuliert zu haben. Die drei britischen Staatsbürger werden derzeit wegen der Vorwürfe verhört, teilte die Behörde am Dienstag mit. Nachdem die britische Großbank Barclays im Sommer eingeräumt hat, den Libor zumindest teilweise manipuliert zu haben, ermitteln die Behörden weltweit gegen zahlreiche Banken. Darunter ist auch die Deutsche Bank. dpa

Deutsche horten 8000 Tonnen Gold

Hanau - In deutschen Haushalten scheinen wahre Schätze zu lagern: Fast 8000 Tonnen Gold besitzen Privatpersonen laut einer Studie der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Die Deutschen haben demnach mittlerweile mehr Geld in Gold als in direkten Aktienanlagen investiert. Die Hälfte der Befragten lagere ihr Gold zu Hause. Die beliebteste Art der Goldanlage seien Barren, die vorzugsweise am Bankschalter gekauft und bar bezahlt würden, heißt es in der vom Hanauer Edelmetallkonzern Heraeus in Auftrag gegebenen Studie. dpa

Knöllchen bringen 450 Millionen Euro Berlin - Die deutschen Städte haben laut einer Schätzung im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro mit Knöllchen für Falschparken oder Tempoverstöße in der 30er-Zone kassiert. Damit erhöhten die Kommunen ihre Einnahmen aus diesen Verkehrsvergehen um neun Prozent, wie das Verbraucherportal preisvergleich.de in einer am Dienstag in Berlin vorgelegten Untersuchung ermittelte. Die Zahlen mussten den Angaben zufolge jedoch hochgerechnet werden, weil von 116 angefragten Städten 68 keine Auskunft gegeben hätten. AFP

Wachstum schwächt sich ab

Hamburg - Die deutsche Wirtschaft wird im kommenden Jahr nach einer neuen Prognose des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) um ein halbes Prozent wachsen. Im laufenden Quartal sei sogar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen, ehe sich die Konjunktur im kommenden Jahr wieder belebe und auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehre, hieß es in einer Mitteilung des HWWI. Für das laufende Jahr beziffern die Hamburger Forscher das Wachstum auf 0,75 Prozent. dpa

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