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Finanzexperten zeigen Zuversicht

Mannheim - Die Zuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Dezember wesentlich verbessert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen außergewöhnlich stark um 22,6 Punkte auf 6,9 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Das ist der höchste Stand seit über einem halben Jahr. Die Markterwartungen wurden deutlich übertroffen. An der Beurteilung der aktuellen Lage änderte sich indes wenig. Sie verbesserte sich geringfügig um 0,3 Punkte auf 5,7 Zähler. dpa

Gesundheitsminister ausspioniert?

Berlin - Ein Lobbyist der Apothekerschaft soll sich illegal jahrelang geheime Unterlagen aus dem Bundesgesundheitsministerium beschafft haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte entsprechende Ermittlungen. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ waren davon auch E-Mails aus der Leitungsebene betroffen – also Nachrichten, die von den Ministern Philipp Rösler und Daniel Bahr (beide FDP), ihren Staatssekretären und engsten Mitarbeitern stammten. Laut Staatsanwaltschaft soll der freiberufliche Lobbyist der Apothekerschaft mit einem Mitarbeiter des Unternehmens zusammengearbeitet haben, das für die IT-Struktur des Ministeriums zuständig ist. Dieser habe ihm E-Mails, Beschlüsse, Gesetzesentwürfe und andere Daten übermittelt und dafür Geld kassiert. dpa

Frauen leiden stärker unter Krise

Genf - Frauen sind nach UN-Angaben deutlich stärker von der krisenbedingten Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Die Kluft zwischen den Geschlechtern auf dem Arbeitsmarkt sei dadurch noch größer geworden, kritisierte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht „Global Employment Trends for Women 2012“. Während sich weltweit die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsgrad bis 2007 verkleinert hätten, habe die Finanzkrise diese Tendenz umgekehrt. Dies treffe insbesondere auf Industrieländer zu. dpa

Bahn will Verhaltenskodex vorlegen

Potsdam - Die Deutsche Bahn will bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption künftig enger mit ihren Geschäftspartnern zusammenarbeiten. Ein erstes Treffen mit Lieferanten und Wirtschaftsprüfern fand am Dienstag in Potsdam statt. Auch der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, nahm teil. Die Bahn will ihren Partnern ab 2013 einen Verhaltenskodex vorlegen, der die Haltung des Unternehmens zu Korruption und illegalen Preisabsprachen darlegt. Zudem soll es unabhängige Ombudspersonen geben, an die Bahn- Mitarbeiter sowie Lieferanten Hinweise auf Wirtschaftskriminalität geben können. So hofft das Unternehmen, der Bildung von Kartellen und Bestechung vorzubeugen. dpa

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