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Beitz stellt sich hinter Cromme



Düsseldorf - Bertold Beitz, der Vorsitzende der mächtigen Krupp-Stiftung, hat nach wochenlangen Unruhen bei Thyssen-Krupp sein Schweigen gebrochen. Den Forderungen nach einer Ablösung von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme erteilte er eine klare Absage: „Cromme bleibt“, sagte der 99-Jährige dem „Handelsblatt“. In den vergangenen Wochen war wegen der Milliardenabschreibungen auf die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA die Kritik an Cromme gestiegen. Vorgeworfen wird ihm mangelnde Aufsicht, die das Desaster in Übersee ermöglicht haben soll. Beitz zerstreute zugleich Zweifel daran, dass Cromme ihm als Vorsitzender der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach- Stiftung nachfolgen könnte. Entsprechende Spekulationen seien Unsinn. Die Stiftung ist mit 25,3 Prozent der größte Aktionär des Ruhrkonzerns. HB

Porsche will Mitarbeiter schonen

Stuttgart - Beim Autobauer Porsche haben sich Unternehmensleitung und Betriebsrat auf flexiblere Arbeitszeiten geeinigt: Im Stuttgarter Stammwerk soll für 3300 Mitarbeiter in der Produktion bei vollem Lohnausgleich die Arbeitszeit um eine Stunde auf 34 Wochenstunden verkürzt werden. Zugleich können aber in Zukunft auch mehr Mitarbeiter 40 Stunden in der Woche arbeiten. Dies sei die Kompensation für die wachsende Belastung der Mitarbeiter, sagte die baden-württembergische IG-Metall. dpa

Mehr Arbeitslose in Griechenland

Athen - Die Arbeitslosenquote in Griechenland ist im dritten Quartal weiter gestiegen. Sie lag bei 24,8 Prozent und damit 1,2 Prozentpunkte höher als im vorherigen Quartal, wie die griechische Statistikbehörde am Donnerstag bekannt gab. 62,6 Prozent der Betroffenen hatten demnach seit mehr als einem Jahr keine Arbeit. Nach wie vor trifft die Arbeitslosigkeit junge Leute besonders stark. 56,6 Prozent der Griechen zwischen 15 und 24 Jahren waren im dritten Quartal arbeitslos. Bei den jungen Frauen lag die Quote sogar bei 65,4 Prozent. APF

Opel sagt Jubiläumsfeier ab

Bochum/Düsseldorf - Deutschlands zweitältestes Opel-Werk lässt angesichts des verkündeten Produktionsstopps seine geplante 50-Jahr-Feier ausfallen. Die Werksleitung sagte das für diesen Samstag geplante Familienfest wegen Sicherheitsbedenken ab. „Das wäre nicht mehr kalkulierbar gewesen“, begründete Opel-Sprecher Alexander Bazio am Donnerstag die Entscheidung. dpa

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