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Papst verurteilt Finanzkapitalismus



Rom - Papst Benedikt XVI. hat scharfe Kritik an ungeregelten Finanzmärkten und Wirtschaftsliberalismus geübt. In seiner am Freitag veröffentlichten Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2013 geißelte er zudem eine „Diktatur des Relativismus“ als Ursache für Konflikte und wachsende Ungleichheiten zwischen Arm und Reich. Für eine Überwindung der herrschenden Konflikte seien neue Formen der Arbeitspolitik erforderlich. Wirtschaftswachstum werde heute unter Inkaufnahme einer schrumpfenden Rolle des Staates und sozialer Sicherheitssysteme betrieben, warnte der Papst in seiner Botschaft. epd

Bahlsen backt weiter Saisongebäck

Hannover - Das Weihnachtsgebäck des Kekskonzerns Bahlsen verschwindet nun doch nicht aus dem deutschen Handel. Nach Protesten von Verbrauchern nahm das Unternehmen am Freitag sein vor fünf Monaten verkündetes Aus für den Verkauf von Lebkuchen, Spekulatius und Co. in Deutschland zurück. Für viele Kunden seien diese Produkte des Unternehmens ein „Bestandteil ihrer Weihnachtskultur“, teilte Firmeninhaber Werner Michael Bahlsen mit. Ende Juli hatte Bahlsen angekündigt, 2013 aus der Produktion von Saisongebäck für den Heimatmarkt auszusteigen. Als Grund nannte der Konzern den durch Handelsmarken angefeuerten Wettbewerb, der zu einem starken Preisdruck geführt habe. AFP

Investoren steigen bei dapd ein

Berlin - Der frühere Geschäftsführer des Nachrichtensenders N24, Ulrich Ende, übernimmt zusammen mit weiteren Investoren die insolventen Gesellschaften der Nachrichtenagentur dapd. In der nächsten Woche wolle die Gruppe einen siebenstelligen Betrag als neues Eigenkapital zur Verfügung stellen, teilte Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma am Freitagabend mit. Die Verhandlungen mit Ende seien in „Grundzügen erfolgreich“ abgeschlossen. Wer neben Ende zu den Investoren gehört, wurde nicht genannt. sop

40 000 Euro Schlecker-Hilfsfonds

Stuttgart - In den ersten hundert Tagen seines Bestehens hat der Schlecker-Solidaritätsfonds fast 40 000 Euro an ehemalige Schlecker-Beschäftigte mit Finanzsorgen verteilt. Mehr als 100 Ex-Mitarbeiter, darunter vor allem Alleinerziehende, hätten bisher Geld aus dem Hilfsfonds erhalten, teilten die Initiatoren mit. Den Spendentopf für die einstigen Mitarbeiter der Drogeriekette hatten im August Vertreter der beiden großen Kirchen sowie der Schlecker-Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft Verdi gegründet. Im Januar hatte die einst größte Drogeriemarktkette Deutschlands Insolvenz angemeldet, im Juni schlossen die letzten Schlecker-Läden. Rund 25 000 Beschäftigte in ganz Deutschland verloren durch die Pleite ihren Arbeitsplatz. AFP

Weniger Neuwagen zugelassen

Paris - Für Europas Autobauer ist 2012 eine Enttäuschung: In den ersten elf Monaten lag die Zahl der Neuzulassungen so niedrig wie seit knapp 20 Jahren nicht mehr. Verkauft wurden 11,26 Millionen Neuwagen, der niedrigste Stand seit 1993, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Freitag in Paris mitteilte. Verglichen mit dem Zeitraum Januar bis November 2011 sank die Zahl der Neuanmeldungen um 7,6 Prozent. Das kommende Jahr dürfte keine Besserung bringen, die Ratingagentur Fitch rechnet mit einem weiteren Verkaufsrückgang. AFP

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