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Agentur für Arbeit macht Miese

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird nach Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im Jahr 2013 tiefer als erwartet in die roten Zahlen rutschen. IfW-Finanzexperte Alfred Boss rechnet wegen des sich voraussichtlich eintrübenden Arbeitsmarktes im Jahr 2013 mit einem Defizit von 1,65 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstag) – dies wären rund 450 Millionen Euro mehr als bisher für 2013 veranschlagt. dpa

Mehr Preissprünge an Tankstellen

Bochum - Die Preise an den Tankstellen ändern sich mittlerweile jeden Tag. Im laufenden Jahr gab es an 361 Tagen eine Preissenkung und eine Preiserhöhung, teilte der Tankstellenkonzern Aral am Donnerstag in Bochum mit. Auch das Ausmaß der Preisveränderungen ist so ausgeprägt wie noch nie; es lag bei 4,3 Cent je Liter. Noch vor zehn Jahren gab es lediglich an 73 Tagen Preiserhöhungen, also ein bis zwei Mal pro Woche. Das Auf und Ab der Tankstellenpreise hat damit einen extrem hektischen Rhythmus erreicht, der sich kaum noch steigern kann. Die Branche erklärt das mit einem intensiven Wettbewerb, Kritiker sprechen von einer Verwirrungstaktik der Mineralölkonzerne zur Gewinnmaximierung.

Italien am Kapitalmarkt erfolgreich

Mailand - Italien hat wenige Tage nach der Auflösung des Parlaments erfolgreich seine Kassen gefüllt. Bei der Ausgabe von sechsmonatigen und zweijährigen Papieren nahm das hoch verschuldete Land am Donnerstag insgesamt 11,75 Milliarden Euro ein und erreichte damit seine selbst gesteckten Ziele. Die Auktion wird aber erst 2013 abgewickelt. Während die Renditen für die Kurzläufer leicht zulegten, fielen sie für die zweijährigen Bonds auf 1,884 Prozent von 1,923 Prozent im November. „Der Ausgang dieser Auktion ist positiv, da die Renditen wirklich nur begrenzt anzogen“, sagte UniCredit-Stratege Luca Cazzulani. Bisher wirkt sich die politische Unsicherheit nicht auf die Finanzierungsbedingungen Italiens aus. rtr



Mehr Geld für Firmenkäufe

Frankfurt am Main - Finanzinvestoren haben für Unternehmenskäufe in Deutschland 2012 wieder deutlich tiefer in die Tasche gegriffen. Nach einer Studie von Ernst&Young gaben sie für 105 Firmen mehr als 13,7 Milliarden Euro aus, während sie 2011 nur 5,5 Milliarden Euro in 110 Firmen gesteckt hatten. Fünf Übernahmen ließen sich die Private-Equity-Gesellschaften mehr als eine Milliarde Euro kosten. Von den Boomzeiten vor 2008, als die Branche für mehr als 30 Milliarden Euro einkaufte, bleibt sie weit entfernt. Die Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung und das mangelnde Angebot an geeigneten Übernahmezielen würden die Branche bremsen. rtr

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