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Foto: dapd
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Kartellbehörde verhängt mehr Bußen

Bonn - Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr rund 303 Millionen Euro an Bußgeldern wegen verbotener Absprachen verhängt. Dies sei die größte Summe an Strafgeldern seit 2008, sagte eine Behördensprecherin. Damals hatte die Summe bei rund 314 Millionen Euro gelegen. Das Bundeskartellamt habe den Kampf gegen die Preisabsprachen verstärkt und in den vergangenen Jahren dazu drei eigene Abteilungen gegründet, sagte die Sprecherin weiter. Die Behörde schätzt die verbotenen Preisaufschläge auf mindestens zehn, in vielen Fällen auch auf bis zu 25 Prozent. Allein 2010 hätten Verbraucher bundesweit rund 750 Millionen Euro draufzahlen müssen, wenn die in den Vorjahren zerschlagenen Kartelle weiterexistiert hätten, heißt es in einer Broschüre der Behörde. dpa

Niki Lauda verlässt Air Berlin

Berlin - Der ehemalige Rennfahrer Niki Lauda räumt seinen Posten im Leitungs- und Kontrollgremium der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin. Der 63-Jährige wolle sich auf seine neue Aufgabe als Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams von Mercedes konzentrieren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Board of Directors hatte Lauda nach dem Verkauf seiner Airline Niki an Air Berlin den Posten eines Verwaltungsrats (Non-Executive Director) inne. Sein Nachfolger wird Austin Reid, der ehemalige Chef der britischen Fluggesellschaft BMI. Der 67-Jährige habe langjährige Branchenerfahrung und werde einen wichtigen Beitrag zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens leisten, erklärte die Airline. dpa

Plattformbetreiber muss zahlen

Washington - Fast drei Jahre nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko hat auch der Plattformbetreiber Transocean einen Milliardenvergleich mit der US-Regierung geschlossen. Das Schweizer Unternehmen werde insgesamt 1,4 Milliarden Dollar an Strafe zahlen, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Washington mit. Der Tiefseespezialist habe ein Schuldbekenntnis unterschrieben, das noch von einem Gericht in New Orleans (Louisiana) abgesegnet werden müsse. Transocean hatte die vom britischen Ölkonzern BP geleaste Plattform „Deepwater Horizon“ betrieben, die im April 2010 im Golf von Mexiko gesunken war. Bei dem Unglück starben elf Menschen. Aus einem Leck in 1500 Meter Tiefe waren insgesamt bis zu 780 Millionen Liter Erdöl ins Meer gesprudelt. Mehr als 1000 Kilometer Küste in den US-Südstaaten wurden verschmutzt. Transocean wurde eine Mitschuld an der Katastrophe gegeben. dpa

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