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Preise im Euro-Raum steigen moderat

Luxemburg/Brüssel - Die schwächere Konjunktur sorgt in der Euro-Zone weiter für nur moderate Preissteigerungen. Die Inflation in den 17 Ländern mit der Euro-Währung lag im Dezember bei 2,2 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Damit blieb die jährliche Teuerungsrate gegenüber November unverändert. Im Oktober hatte sie noch bei 2,5 Prozent gelegen, im August und September bei 2,6 Prozent. Die Energie treibt zwar weiterhin die Preise nach oben, allerdings weniger als zuvor. Die Kosten für Energie stiegen im Dezember um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – im November hatten die Preise noch um 5,7 Prozent zugelegt. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak sowie Dienstleistungen wurden ebenfalls teurer. Die Inflationsrate bleibt damit nah am Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Institution peilt eine Marke von knapp unter 2,0 Prozent an. In Deutschland waren die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt im Dezember um 2,1 Prozent gestiegen. dpa

US-Wirtschaft schafft 155 000 Jobs

Washington - Die US-Wirtschaft hat im Dezember etwas weniger neue Stellen geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 155 000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 150 000 gerechnet, nachdem es im November noch ein Plus von 161 000 gegeben hatte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,8 Prozent. Sie liegt damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von sechs Prozent. „Unsere Wirtschaft wächst, aber sie boomt nicht“, sagte Ökonom Jim O’Sullivan von High Frequency Economics. rtr

Nordkorea sucht Investoren

Frankfurt am Main - Das verarmte Nordkorea will seine Grenzen für ausländische Investoren öffnen. Die Führung des kommunistischen Landes werde diesbezüglich derzeit von deutschen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern beraten, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Freitag vorab aus ihrer Samstagsausgabe. „Es gibt einen Masterplan“, zitierte die Zeitung einen in die Beratungen involvierten Wirtschaftsjuristen. Nordkorea wolle „die Öffnung noch in diesem Jahr“. Interesse zeigt das abgeschottete Land dem Bericht zufolge vor allem an einer modernen Investitionsgesetzgebung. Für die Öffnung werde aber offenbar nicht primär das chinesische Modell mit Sonderwirtschaftszonen für ausländische Investoren kopiert. „Vielmehr sind sie an der vietnamesischen Blaupause interessiert, wo gezielt Unternehmen für Investitionen ausgewählt werden“, erklärte der Wissenschaftler. AFP

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